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USA: trotz Venezuela: 2026 wird das günstigste Jahr für Benzinpreise seit Covid

FROET (CC0), Pixabay
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Während die Welt in politischen und wirtschaftlichen Ungewissheiten schwelgt, gibt es zumindest eine gute Nachricht für die Benzinverbraucher in den USA: Im Jahr 2026 erwarten Experten, dass die Benzinpreise so niedrig wie seit Covid nicht mehr sein werden. Venezuela mag in den Schlagzeilen sein, aber das hat vorerst wenig Einfluss auf die Preise an der Tankstelle.

Laut GasBuddy, einer Plattform zur Ersparnis von Kraftstoffkosten, wird der durchschnittliche Benzinpreis in den USA voraussichtlich bei nur 2,97 Dollar pro Gallone liegen – das ist der niedrigste Wert seit 2020 und das vierte Jahr in Folge sinkender Preise.

2022, das Jahr der Inflationskrise, fühlte sich der Blick an der Zapfsäule eher wie ein finanzieller Schlag ins Gesicht an, als Russland die Ukraine überfiel und die Ölpreise in ungeahnte Höhen trieb. Benzinpreise schossen damals auf über 5 Dollar pro Gallone, und die Inflation überschritt die 9%-Marke. Doch nun, da sich die Märkte stabilisieren, freuen sich die Autofahrer: „Es geht endlich bergauf!“

Venezuela: Kein Drama für Benzinpreise

Obwohl Venezuela derzeit in den Schlagzeilen steht – und die USA mit einem militärischen Schlag gegen das Land konfrontiert sind – bleibt das für Benzinpreise in den USA vorerst ohne größere Auswirkungen. GasBuddy-Experte Patrick De Haan äußerte sich optimistisch und erklärte, dass die lange Durststrecke der Benzinpreissteigerungen vorbei sei. „Die Marktbedingungen haben sich stabilisiert, und die US-Ölproduktion ist stark“, sagte er.

Ölpreise werden 2026 voraussichtlich bei 51 Dollar pro Barrel liegen, was ein Rückgang gegenüber den 65 Dollar im Jahr 2025 und 77 Dollar im Jahr 2024 bedeutet. Diese Rückgänge sind hauptsächlich auf einen Anstieg der Ölproduktion zurückzuführen, vor allem in den USA und dank OPEC-Verhandlungen.

Amerikaner sparen mehr
Insgesamt wird erwartet, dass die Amerikaner 11 Milliarden Dollar weniger für Benzin ausgeben als im Jahr 2025. Dies führt zu einer durchschnittlichen Einsparung von 633 Dollar pro Haushalt im Jahr 2026, ein deutlicher Rückgang von den 2.716 Dollar des Jahres 2022.

Die günstigsten Benzinpreise werden in zehn Bundesstaaten erwartet: Alabama, Arkansas, Kansas, Louisiana, Mississippi, Missouri, Oklahoma, South Carolina, Tennessee und Texas, wo der Preis unter 2,75 Dollar pro Gallone liegen soll. Die Preise könnten ihren Höhepunkt im Mai mit 3,12 Dollar pro Gallone erreichen, aber bis zum Jahresende wieder auf 2,83 Dollar sinken.

Was könnte schiefgehen?

Natürlich gibt es immer Unsicherheiten. Sollte sich die Venezuela-Krise weiter verschärfen und zu regionaler Instabilität führen, könnten die Energiepreise wieder anziehen. Auch der Ukraine-Konflikt und mögliche Angriffe auf russische Infrastruktur bleiben ein potenzielles Risiko. Und natürlich könnte OPEC ihre Strategie ändern und die Ölproduktion drosseln, was die Preise wieder in die Höhe treiben würde.

Aber momentan zeigt sich ein gutes Bild für Benzinpreise. Ein Lichtblick in einer Zeit, in der andere Kosten – wie Lebensmittel und Strom – weiterhin stark steigen.

Fazit: Benzin bleibt 2026 der Finanz-Sonnenstrahl für viele Haushalte, die ansonsten mit steigenden Lebenshaltungskosten kämpfen. Und das Beste daran? Venezuela und der politische Sturm haben vorerst keine größere Auswirkung auf den Geldbeutel der Amerikaner an der Tankstelle.

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