In einer dramatischen Militäroperation hat das US-Militär Venezuelas Präsident Nicolás Maduro und dessen Ehefrau Cilia Flores festgenommen und nach New York gebracht. Die Aktion fand in der Nacht zum 3. Januar statt, als amerikanische Spezialeinheiten das Präsidentenanwesen in Caracas stürmten. Laut Präsident Donald Trump wurde Maduro noch in derselben Nacht außer Landes gebracht.
„Wir werden Venezuela führen, bis eine sichere und ordentliche Übergangsregierung gebildet werden kann“, sagte Trump bei einer Pressekonferenz in Mar-a-Lago, Florida. Eine demokratische Legitimation für diesen Schritt gibt es bislang nicht.
Militärschlag ohne Zustimmung des Kongresses
Der groß angelegte Angriff erfolgte ohne vorherige Information des US-Kongresses. Präsident Trump rechtfertigte dies mit der Gefahr möglicher Leaks. Kritiker aus dem In- und Ausland werfen der US-Regierung völkerrechtswidrige „Regimewechsel-Politik“ vor. Demokratische Abgeordnete bezeichneten das Vorgehen als „illegalen Krieg“ und fordern eine umgehende Sitzung des Kongresses.
Anklage wegen Drogenhandel und Terrorismus
US-Justizministerin Pam Bondi erklärte, Maduro werde sich in New York wegen mehrfacher Anklagen verantworten müssen, darunter „Narko-Terrorismus“, Waffenschmuggel und internationale Drogenkriminalität. Auch sein Sohn, Nicolás Maduro Guerra, wird in einer erweiterten Anklageschrift belastet. Laut US-Behörden spielte er eine zentrale Rolle im Drogenhandel nach Nordamerika.
Operation in wenigen Stunden durchgeführt
General Dan Caine, Vorsitzender des Vereinigten Generalstabs, erklärte, dass über 150 Fluggeräte und Spezialeinheiten aus 20 verschiedenen Militärbasen an der Operation beteiligt waren. Die Aktion begann laut Caine kurz nach Trumps Befehl um 22:46 Uhr Ortszeit und endete gegen 1 Uhr morgens mit der Festnahme Maduros, der sich mit seiner Frau in einem Schutzraum zu verstecken versuchte.
Während des Rückzugs wurden US-Einheiten beschossen, ein Hubschrauber wurde getroffen, konnte aber weiterfliegen. Laut Trump wurde kein US-Soldat getötet.
Heftige internationale Reaktionen
Die venezolanische Regierung spricht von einem „Staatsstreich“ und rief den UN-Sicherheitsrat zu einer Dringlichkeitssitzung auf. Vizepräsidentin Delcy Rodríguez verurteilte die „Entführung“ Maduros und forderte einen „Lebensbeweis“. Gleichzeitig signalisiere sie jedoch Gesprächsbereitschaft mit den USA.
Lateinamerikanische Reaktionen fallen gemischt aus: Während Brasiliens Präsident Lula da Silva die US-Aktion als „inakzeptabel“ verurteilte, begrüßte Argentiniens Präsident Javier Milei den Schritt mit den Worten: „Die Freiheit marschiert voran!“
Freude und Sorge bei Exil-Venezolanern
In Florida versammelten sich venezolanische Exilanten vor Mar-a-Lago und feierten die Festnahme. „Es ist der Tag der Freiheit“, sagte Edgar Rodríguez, Vertreter der Oppositionspartei Vente Venezuela. Viele Venezolaner hoffen nun auf ein Ende der jahrzehntelangen politischen und wirtschaftlichen Krise.
Maduro auf US-Kriegsschiff, Prozess in New York geplant
Maduro und seine Frau wurden zunächst auf dem US-Kriegsschiff USS Iwo Jima festgehalten. Trump veröffentlichte ein Foto des gefesselten Maduro mit verbundenen Augen. Ein Gerichtstermin in New York steht laut Justizministerium kurz bevor.
Parallelen zur Festnahme von Noriega
Beobachter ziehen Vergleiche zur US-Operation gegen Panamas Diktator Manuel Noriega 1989. Auch damals stützte sich die Intervention auf Vorwürfe des internationalen Drogenhandels und endete mit einem Prozess in den USA
Kommentar hinterlassen