Die zweite Amtszeit von Donald Trump verliert in der amerikanischen Bevölkerung weiter an Rückhalt. Mehrere aktuelle Umfragen zeigen, dass die Zustimmung zu seiner Präsidentschaft inzwischen auf den niedrigsten Stand seit seinem Wiedereinzug ins Weiße Haus gefallen ist.
Zustimmung auf historisch niedrigem Niveau
Eine Umfrage des Instituts Reuters/Ipsos sieht Trumps Zustimmungsrate derzeit bei 40 % – der bisher tiefste Wert seiner zweiten Amtszeit. Noch düsterer fällt das Bild in der jüngsten Gallup-Studie aus: Dort geben nur 37 % der Befragten an, den Präsidenten zu unterstützen. Damit erreicht Trump den niedrigsten Wert seiner gesamten Amtszeit.
Auch eine Erhebung von AP-NORC bestätigt diese Entwicklung. Demnach bewerten nur rund 40 % der Befragten seine Arbeit insgesamt positiv. Besonders auffällig: In allen zentralen Politikfeldern – von Einwanderung über Wirtschaft bis hin zur Gesundheitspolitik – liegt die Zustimmung unter 50 %.
Unabhängige Wähler wenden sich ab
Ein entscheidender Grund für den Rückgang liegt in der wachsenden Unzufriedenheit unter unabhängigen Wählern, die bei US-Wahlen häufig den Ausschlag geben. Laut Gallup unterstützen nur noch 29 % dieser Gruppe Trump – ein Rückgang um 17 Prozentpunkte seit Jahresbeginn.
Politikwissenschaftler wie Larry Sabato sehen darin eine massive Vertrauenskrise: Gerade unabhängige Wähler legten großen Wert auf konkrete Ergebnisse in Wirtschaft und Alltagsfragen. Da viele das Gefühl hätten, die Politik Trumps habe ihre Lebenssituation nicht verbessert, entziehe sich diese Gruppe zunehmend seiner Unterstützung.
Bedeutung für kommende Wahlen
Die sinkenden Umfragewerte erhöhen den Druck auf Trump und die Republikanische Partei. Sollte der Trend anhalten, könnte es nicht nur die Zwischenwahlen 2026 entscheidend beeinflussen, sondern auch die Chancen der Republikaner auf eine weitere Präsidentschaft gefährden.
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