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US-Umfrage: RFK Jr. spaltet das Land – doch Impfungen genießen breite Unterstützung

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US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. sorgt mit seiner Gesundheitsagenda „Make America Healthy Again“ (MAHA) für heftige Kontroversen – sowohl parteiübergreifend als auch gesellschaftlich. Laut einer aktuellen NBC-Umfrage unterstützen zwar viele seiner Kritikpunkte am Ernährungssystem, doch seine impfkritischen Positionen finden in der Bevölkerung kaum Rückhalt.

Der ehemalige Präsidentschaftskandidat, der seine Kampagne erst als Demokrat, dann als unabhängiger Kandidat führte und schließlich Donald Trump unterstützte, wird parteiübergreifend sehr unterschiedlich wahrgenommen: 84 % der Republikaner sehen ihn positiv, während 82 % der Demokraten eine negative Meinung vertreten. Insgesamt liegt seine Zustimmungsrate bei 51 %, wobei Unabhängige ihn mit 52 % eher positiv sehen.

Besonders deutlich wird der Gegensatz beim Thema Impfungen: Trotz Kennedys wiederholter Zweifel an ihrer Sicherheit und Wirksamkeit befürworten nahezu 80 % der US-Amerikaner Impfungen zur Krankheitsprävention – darunter 93 % der Demokraten, 76 % der Unabhängigen und selbst 69 % der Republikaner.

Kennedy hatte kürzlich den gesamten Impfbeirat der Regierung entlassen, weil er angeblich unzureichende Sicherheitsprüfungen vornehme. Anschließend ernannte er einen Arzt zum neuen Vorsitzenden, der für die Verbreitung von Falschinformationen über COVID-19 bekannt ist – was bei Wissenschaftlern auf scharfe Kritik stieß.

Zugleich findet eine harte Kritik an der Lebensmittelindustrie breite Zustimmung: 35 % der Befragten machen „Big Food“ für chronische Krankheiten wie Diabetes oder Herzprobleme verantwortlich – knapp vor dem Faktor „individuelle Entscheidungen“ (32 %). Kennedy selbst fordert die Entfernung künstlicher Farbstoffe aus Lebensmitteln und Medikamenten bis Ende 2026.

Weniger überzeugt sind die Befragten von seiner These, Umwelteinflüsse seien Hauptursachen für chronische Erkrankungen – nur 6 % teilen diese Meinung. Dennoch hat Kennedy eine Studienreihe zu Umweltfaktoren und Autismus angekündigt – eine Verbindung, die von Wissenschaftler*innen vielfach zurückgewiesen wird.

Eine Umfrage der konservativen Denkfabrik FGA bestätigte zuletzt: Über 80 % der Demokraten und Republikaner befürworten ein Verbot gesundheitsschädlicher Stoffe in Lebensmitteln, wie es in Europa bereits existiert.

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