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US-Prozess gegen Alexander-Brüder: Zeugen werfen ihnen Vergewaltigungen vor

Mohamed_hassan (CC0), Pixabay
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Die israelisch-amerikanischen Alexander-Brüder – die Zwillinge Alon Alexander und Oren Alexander sowie ihr älterer Bruder Tal Alexander – stehen derzeit in New York vor Gericht. Den Brüdern wird vorgeworfen, Frauen sexuell missbraucht und in manchen Fällen gedroht zu haben, falls sie darüber sprechen.

Früher waren die Alexander-Brüder als erfolgreiche Immobilienmakler bekannt. Sie verkauften Luxusimmobilien an prominente Kunden wie Kim Kardashian, Kanye West sowie Jared und Ivanka Trump. Ihr Lebensstil war geprägt von Partys in Manhattan, Miami, Aspen, Tulum und Ibiza. Doch die Gerichtsakten zeichnen ein deutlich düstereres Bild: Laut Staatsanwaltschaft sollen die Brüder zusammengearbeitet haben, um Frauen anzulocken, zu betäuben und zu vergewaltigen.

Zeugen berichteten von konkreten Vorfällen, unter anderem im Mai 2009 in den Hamptons, wo Tal Alexander und einer der Zwillinge eine Frau missbraucht haben sollen. Ein Zeuge gab an, beobachtet zu haben, wie eine Frau „nicht selbstständig gehen konnte“ und zur Poolanlage gebracht wurde, bevor Schreie zu hören waren. Ein weiterer Zeuge berichtete von Textnachrichten der Brüder, in denen die Koordination von Betäubungsmitteln wie Ketamin, GHB oder Xanax beschrieben wurde, die offenbar verwendet wurden, um Frauen gefügig zu machen.

Eine der Klägerinnen, Maylen Gehret, sagte aus, dass Alon Alexander sie 2017 in Aspen, Colorado, sexuell missbraucht habe, als sie 17 Jahre alt war. Sie berichtete, dass sie nach zwei Drinks zunehmend benommen wurde und dann in ein leeres Hotelzimmer gebracht wurde, wo der Angriff stattfand.

Die Alexander-Brüder bestreiten alle Vorwürfe und haben „nicht schuldig“ plädiert. Ihre Anwälte argumentieren, die Anschuldigungen seien Teil einer angeblich orchestrierten Kampagne von Frauen, die die Brüder erpressen wollten. Vor Gericht verwies der Vater der Brüder, Shlomi Alexander, darauf, dass es angeblich um eine 35-Millionen-Dollar-Erpressung gehe.

Die Verteidigung betonte zudem, dass das Verhalten der Brüder zwar als arrogant und vulgär wahrgenommen werde, dies aber „Dating“ oder „Anbandeln“ sei und kein Menschenhandel. Beobachter weisen jedoch darauf hin, dass das Verfahren die dunkle Seite des Luxuslebens der Alexander-Brüder zeigt und die juristische und gesellschaftliche Bewertung von Macht, Wohlstand und sexuellem Missbrauch in den Vordergrund stellt.

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