Die neueste Glanzleistung aus Washington: Präsident Donald Trump hat mal wieder die Einwanderungspolitik umgekrempelt – diesmal mit einem besonders kreativen Preisschild. Wer künftig mit einem H-1B-Visum in den USA arbeiten möchte, darf tief in die Tasche greifen: 100.000 Dollar pro Jahr. Ein Schnäppchen – wenn man bedenkt, dass man damit einen echten amerikanischen Job wegschnappen darf.
Das hat bei US-Konzernen wie Microsoft, Amazon und JPMorgan offenbar für spontane Schnappatmung gesorgt. Laut internen E-Mails, die Reuters und Business Insider vorliegen, wird aus dem Ausland zugerufen: „Kommt sofort zurück! Bevor die Schranken fallen!“ Auch Meta hat anscheinend den Rückrufknopf gedrückt. Und nein, das ist kein verfrühter Aprilscherz.
Die Sorge: Wenn die Fachkräfte draußen bleiben, könnten sie entweder nicht mehr einreisen oder nur noch zum Preis eines gut gebrauchten Einfamilienhauses in Kansas. Betroffen sind die heiß begehrten H-1B-Visainhaber – also genau die Menschen, die angeblich „die Jobs klauen“, aber in Wirklichkeit die Tech-Konzerne am Laufen halten.
Die Visa-Maut kommt
Trump hat am Freitag offiziell eine Executive Order unterzeichnet, die H-1B-Visa mit einem Luxus-Aufschlag versieht. Die Maßnahme trifft natürlich vor allem die Tech-Industrie – die sowieso schon viel zu viele qualifizierte Leute aus Indien und China hat. Das Ziel: Amerika wieder groß machen. Oder wenigstens teurer.
US-Handelsminister Howard Lutnick fasste es patriotisch zusammen: „Bilden Sie Amerikaner aus. Schluss mit den Ausländern, die uns die Jobs klauen!“ Dass man dafür das Bildungssystem verbessern müsste, hat er vorsichtshalber nicht erwähnt.
Aber Moment – nicht für alle!
Am Samstag dann das kleine, fast beiläufige Zurückrudern aus dem Weißen Haus: Die Regelung gilt nur für Neuanträge. Wer schon ein Visum hat oder es verlängern will, darf vorerst weiter arbeiten, ohne ein Vermögen zu überweisen. Na, dann ist ja alles gut. Fast.
Der Visa-Jackpot
Bislang kostete die Teilnahme an der H-1B-Visa-Lotterie 215 Dollar. Mit etwas Glück gab’s dann ein Visum – plus ein paar Tausender an Gebühren. Aber hey, Amazon bekam im ersten Halbjahr 2025 über 10.000 dieser Visa genehmigt. Kleinvieh macht eben auch Mist – oder in dem Fall: ein großes Loch im neuen Einwanderungszaun.
Innovationskraft? Ach, egal.
Analysten warnen: Wenn man Fachkräfte rauspreist, wandern die Jobs eben gleich mit – ins Ausland. Das könnte im KI-Wettrennen mit China so ein kleines Problem werden. Aber kurzfristig klingelt’s erstmal in der Staatskasse – und das zählt.
Trump Gold Card: Weil’s nicht exklusiv genug sein kann
Und wer denkt, das war’s mit kreativer Visa-Politik: Denkste. Trump hat auch gleich noch die „Trump Gold Card“ durchgewunken. Für nur eine Million Dollar darf man sich ganz bequem in den USA niederlassen. Wer’s noch glamouröser mag, greift zur Platinkarte für fünf Millionen – mit bis zu 270 Tagen USA-Aufenthalt und null Steuern auf ausländisches Einkommen. Wer braucht schon Gerechtigkeit, wenn man Glanz und Gloria haben kann?
Fazit: Willkommen in Trumps Amerika – wo Einwanderung jetzt Premium ist, Fachkräfte auf Abruf bereitstehen müssen, und ein Visum bald mehr kostet als ein Ivy-League-Abschluss. Aber hey, Hauptsache, die Jobs bleiben im Land. Oder eben auch nicht.
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