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Erneuter Rückschlag im German-Values-Konstrukt: Insolvenz mangels Masse bei weiterer Tochtergesellschaft

GraphicMama-team (CC0), Pixabay
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Innerhalb der Unternehmensgruppe rund um die German Values Property Group GmbH verdichten sich die Hinweise auf tiefgreifende wirtschaftliche Schwierigkeiten. Wie gestern bekannt wurde, musste Geschäftsführer Kurt Rose für eine weitere Gesellschaft aus dem German-Values-Konstrukt Insolvenz wegen fehlender Masse anmelden. Es handelt sich um die nächste Eskalationsstufe einer Entwicklung, die sich bereits seit Monaten abzeichnet.

Die betroffene Gesellschaft – bislang nicht namentlich öffentlich genannt – ist Teil des weitverzweigten Geflechts rund um die ehemalige börsennotierte Travel24.com AG, die im Jahr 2024 in die German Values Property Group GmbH umgewandelt wurde. Der Formwechsel wurde am 31. Mai 2024 mit einem Stammkapital von 10 Millionen Euro offiziell vollzogen. Noch im selben Jahr folgten jedoch deutliche Anzeichen der Krise: Rücktritte und Wechsel in der Geschäftsführung, ein Verlust an operativer Substanz und schließlich mehrere Liquidationen innerhalb des Firmengeflechts.

Die Personalie Kurt Rose steht dabei zunehmend im Mittelpunkt der Kritik. Der gebürtige Amberger übernahm im Juli 2024 die Geschäftsführung mehrerer Gesellschaften innerhalb der Gruppe – unter anderem der German Values Property 3 GmbH in Leipzig. Nur wenige Monate später verzeichnete eben jene Gesellschaft einen Jahresfehlbetrag von 1,52 Millionen Euro, wie der am 7. August 2025 festgestellte Jahresabschluss zeigt. Der nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag verdoppelte sich nahezu auf knapp 3 Millionen Euro. Auch das gezeichnete Kapital war vollständig aufgebraucht.

Am 4. Dezember 2024 wurde bereits für eine andere Tochtergesellschaft die Liquidation eingeleitet. Und nun folgt die nächste Insolvenzmeldung – mangels Masse, also ohne nennenswerte Vermögenswerte zur Verteilung an Gläubiger. Ein denkbar ungünstiges Signal für Investoren, Gläubiger und Geschäftspartner gleichermaßen.

Die German Values-Gruppe, hervorgegangen aus der Travel24.com AG mit ihrer jahrzehntelangen Markenhistorie (u. a. „flug24“, „Travel24 Deals“), scheint damit endgültig in einer strukturellen und finanziellen Krise gefangen. Offen bleibt, wie viele weitere Gesellschaften innerhalb der Unternehmensgruppe betroffen sind – und ob es überhaupt noch eine Perspektive auf Sanierung oder Verkauf von Substanzwerten gibt. Angesichts der wiederholten Verluste, hoher kurzfristiger Verbindlichkeiten und der personellen Instabilität erscheint dies zumindest fraglich.

Kritiker werfen der Geschäftsführung – namentlich Kurt Rose – vor, die Komplexität des Firmengeflechts nicht in den Griff bekommen zu haben und durch Intransparenz das Vertrauen des Kapitalmarkts endgültig verspielt zu haben.

Ein offizielles Statement der Geschäftsführung zur gestrigen Insolvenzerklärung liegt bislang nicht vor.

1 Komment

  • Das ist doch wieder das typische Verhalten von Klemmer und Gabriel Schütze. Wann wird diesen beiden Typen endlich mal das Handwerk gelegt ? Wieso geht hier die Staatsanwaltschaft nicht mal dagegen vor ?

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