Nach dem tödlichen Attentat auf den konservativen Aktivisten Charlie Kirk hat sich der bekannte US-Moderator Jimmy Kimmel kritisch gegenüber Präsident Donald Trump geäußert. In der Sendung „Jimmy Kimmel Live!“ vom 11. September verurteilte er sowohl die politische Gewalt als auch die Reaktionen darauf – insbesondere Trumps Schuldzuweisungen gegenüber den Demokraten.
„Bei all den schrecklichen Dingen, die gerade passieren, könnte man erwarten, dass der Präsident versucht, uns zu vereinen – aber das hat er nicht“, sagte Kimmel in seiner Eröffnungsrede. Er bezog sich dabei nicht nur auf Kirks Ermordung, sondern auch auf eine Schießerei an einer High School in Colorado, bei der zwei Schüler verletzt wurden.
Trump gibt Demokraten die Schuld – Kimmel reagiert scharf
Während sich frühere US-Präsidenten wie Joe Biden, Barack Obama, George W. Bush und Bill Clinton laut Kimmel bemühten, nach Kirks Tod versöhnliche Töne anzuschlagen, habe Trump erneut gespalten. In einer Videoansprache vom 10. September machte er die „radikale Linke“ für „den Terrorismus, den wir derzeit in unserem Land erleben“ verantwortlich. Einen Tag später kündigte er an, Charlie Kirk posthum mit der Presidential Medal of Freedom auszuzeichnen und bezeichnete ihn als „Märtyrer für Wahrheit und Freiheit“.
Kimmel hingegen rief zur Mäßigung auf: „Können wir uns nicht für einen einzigen Tag darauf einigen, dass es schrecklich und monströs ist, auf einen anderen Menschen zu schießen?“ Auf Instagram drückte er der Familie Kirk sein Beileid aus.
Auch Stephen Colbert meldet sich zu Wort
Neben Kimmel äußerte sich auch der bekannte Late-Night-Host Stephen Colbert in seiner Sendung am 10. September. Colbert verurteilte die wachsende politische Gewalt in den USA: „Ich bin alt genug, um mich an die politischen Gewalttaten der 1960er zu erinnern. Und ich hoffe, jedem Amerikaner ist klar, dass politische Gewalt keine unserer Differenzen löst – sie führt nur zu noch mehr Gewalt.“
Er schloss mit einem eindringlichen Appell: „Ich bete von ganzem Herzen, dass dies die Tat eines Einzelnen war – und kein Vorzeichen für das, was kommt.“
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