Ein kurzes, aber heftiges Unwetter hat Montagnachmittag in Vorarlberg für zahlreiche Feuerwehreinsätze gesorgt – auch die Karrenseilbahn in Dornbirn wurde schwer getroffen. Nach ersten Angaben sitzen derzeit 19 Personen in den beiden Gondeln der Bahn fest.
Wie Herbert Kaufmann von der Karrenseilbahn mitteilte, wurde der Betrieb gestoppt, nachdem ein Seil aus der Führung gedrückt wurde. Die beiden Kabinen kamen daraufhin zum Stillstand. Die eingeschlossenen Fahrgäste seien nach aktuellem Stand in Sicherheit, heißt es.
Gegen 15.50 Uhr berieten Einsatzkräfte über mögliche Rettungsmaßnahmen. Ein Polizeihubschrauber pendelte wiederholt vom Sportplatz des BORG Schoren zum Karren, um sich ein Bild der Lage zu machen und möglicherweise eine Evakuierung vorzubereiten.
Unwetter zog in wenigen Minuten über das Land
Das Gewitter war gegen 15.00 Uhr aus der Schweiz über den Rhein nach Vorarlberg gezogen und hatte binnen Minuten für Chaos gesorgt. Orkanartige Windböen rissen Bäume und Äste nieder, mehrere Straßen wurden blockiert. Auch Dächer wurden beschädigt.
Die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle meldete bis 15.20 Uhr bereits 75 Einsätze in Folge des Sturms. In einer ersten Einschätzung war von einem „Großereignis“ die Rede. Besonders betroffen waren neben Dornbirn auch umliegende Gemeinden.
Die Lage bleibt angespannt. Weitere Informationen zur Bergung der Seilbahnpassagiere und zur Schadenslage werden im Laufe des Nachmittags erwartet.
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