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Überraschender US-Plan für Venezuela: Große Risiken für Trump

geralt (CC0), Pixabay
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Die jüngste US-Militäraktion gegen Venezuela hat das Land aufgemischt und Präsident Nicolás Maduro aus dem Amt entfernt. Doch der Plan der Trump-Administration, das Land künftig zu „führen“, könnte sich als riskant erweisen. Was zunächst wie ein erfolgreicher Schlag gegen die venezolanische Regierung aussieht, könnte sich in der Praxis als politische Falle entpuppen.

Die US-Strategie: Venezuela unter Druck setzen

Nach dem spektakulären Übergriff auf Maduro erklärte Präsident Trump, dass die USA nun „die Kontrolle“ über Venezuela übernommen hätten. Auch die amtierende Präsidentin, Delcy Rodríguez, wurde ins Visier genommen. Trump selbst räumt jedoch ein, dass die US-Intervention nicht ohne Konsequenzen für die Region bleiben wird. Er droht anderen Ländern, wie Kolumbien, mit ähnlichen Maßnahmen, und bezeichnete Mexiko als „ungenügend“ im Umgang mit Drogenproblemen.

Die USA verfolgen nun eine Strategie der „Regierungsco-Option“, bei der Venezuela zu einem gefügigen Partner im geopolitischen Kampf um Einfluss werden soll. Aber ist es wirklich klug, mit den Überbleibseln des Maduro-Regimes zusammenzuarbeiten? Diese Frage wird zunehmend zur Belastungsprobe für Trump und seine Anhänger.

Venezuela nach Maduro: Instabilität oder Stabilität?

Die US-Regierung hofft, unter der Führung von Rodríguez und anderen verbliebenen Regimevertretern eine stabile Regierung zu etablieren. Doch Delcy Rodríguez, die eine Schlüsselrolle in der Maduro-Regierung spielte, ist keine einfache Lösung. Trotz ihrer Rolle als Vizepräsidentin hat sie nie öffentlich ihre Unterstützung für die US-Agenda signalisiert und könnte sich gezwungen sehen, sich an den politischen Kräften des alten Regimes zu orientieren, um ihre Position zu sichern.

Die US-Politik hat sich in den letzten Jahren zunehmend von einer Unterstützung der Demokratiebewegung in Venezuela entfernt. Stattdessen fokussiert sich die Administration auf geopolitische Interessen und die Kontrolle der Ölressourcen des Landes. Der Fall von María Corina Machado, einer bekannten Oppositionsführerin, verdeutlicht dies. Trump und seine Regierung haben sie kurzerhand als „unfähig“ abgetan und den Dialog mit den verbleibenden Maduro-Anhängern bevorzugt.

Trumps Risikomanagement: Öl und Macht

Der wahre Anreiz für Trump scheint weniger eine Demokratisierung von Venezuela zu sein, sondern vielmehr der Zugriff auf die riesigen Ölreserven des Landes. Angesichts des geopolitischen Wettbewerbs mit Russland und China setzt die US-Regierung alles daran, Venezuela unter Kontrolle zu bringen – koste es, was es wolle. Doch das Streben nach Einfluss könnte auch langfristig politische Instabilität in der Region verstärken und den ohnehin schon fragile politischen Zustand des Landes weiter gefährden.

Fazit: Die Zündschnur in der Hand

Trump und seine Administration mögen sich der geopolitischen Kontrolle über Venezuela sicher sein, doch die Herausforderungen, die mit der Unterstützung eines unstabilen Regimes und der Vernachlässigung der venezolanischen Demokratiebewegung einhergehen, sind unberechenbar. Wenn der Plan scheitert, könnte es die US-Außenpolitik teuer zu stehen kommen und die populistischen Ziele Trumps gefährden.

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