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UAE auf dem Weg zur Krypto-Metropole: Vision, Chancen und Risiken

Charly-G (CC0), Pixabay
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Mit fast drei Millionen Krypto-Nutzern – rund einem Drittel der Bevölkerung – weist die Vereinigte Arabische Emirate (VAE) laut Schätzungen die weltweit höchste Krypto-Adoptionsrate auf. Doch das Land will mehr als nur Kryptowährungen kaufen: Es will zu einem globalen Zentrum für digitale Finanztechnologien werden.

Ein bedeutender Schritt auf diesem Weg war kürzlich die weltweite Erstlizenzvergabe an die Krypto-Börse Binance durch das Abu Dhabi Global Market (ADGM), eine Sonderwirtschaftszone der Hauptstadt. Die VAE kombinieren regulatorische Klarheit mit einer geschäftsfreundlichen Umgebung – ein Mix, der führende Akteure wie Binance anzieht. Der ehemalige ADGM-Regulator und jetzige Binance-CEO Richard Teng betont die „enabling environment“, die Abu Dhabi für Unternehmen biete.

Neben der Einführung eines durch den Dirham gedeckten Stablecoins setzen die Emirate auf ein umfassendes regulatorisches Rahmenwerk, das internationale Standards übertrifft. Ziel ist es, nicht nur ein sicherer Standort für Krypto-Unternehmen zu sein, sondern auch die Diversifizierung der Wirtschaft voranzutreiben – weg vom Öl, hin zu digitalen Geschäftsmodellen und einer geringeren Abhängigkeit vom US-Dollar.

Die Souveränen Vermögensfonds der VAE, mit einem geschätzten Volumen von zwei Billionen Dollar, investieren gezielt in dezentrale Finanztechnologien. Damit wird nicht nur Innovation gefördert, sondern auch die Grundlage für effizientere grenzüberschreitende Transaktionen geschaffen. „Wir sehen ein wachsendes Ökosystem in Dubai und Abu Dhabi“, so Ronit Ghose von Citi Global Insights.

Allerdings zeigen sich innerhalb des Golf-Kooperationsrats (GCC) Unterschiede in der Haltung zu Kryptowährungen. Während Saudi-Arabien und Bahrain ebenfalls digitale Finanzstrategien verfolgen, setzen Katar, Oman und Kuwait eher auf Regulierungsskepsis oder gar Verbote von Kryptowährungen.

Trotz der Euphorie bleibt der Markt volatil: Bitcoin erreichte im Oktober ein Rekordhoch von 126.000 US-Dollar, stürzte jedoch innerhalb weniger Wochen auf unter 81.000 Dollar ab. Kritiker wie der Ökonom Peter Schiff warnen daher vor einer spekulativen Blase und sprechen von einem „Pyramidensystem“. Für ihn liegt die Zukunft eher in tokenisiertem Gold als in Kryptowährungen, da es sich dabei um reale, werthaltige Ressourcen handle.

Doch genau hier setzen Unterstützer wie Ghose an: Nur durch klare Regulierung könne Vertrauen geschaffen und der Krypto-Markt langfristig stabilisiert werden. „Regulierung ist kein Bonus, sondern eine Voraussetzung für breiten Erfolg“, sagt er.

Fazit: Die VAE nutzen ihren regulatorischen Vorsprung und ihre Finanzkraft, um sich als globales Zentrum für die Krypto-Ökonomie zu positionieren. Ob diese Vision langfristig trägt, wird jedoch maßgeblich davon abhängen, wie gut es gelingt, Marktrisiken zu steuern, Transparenz zu gewährleisten und gesellschaftliche Akzeptanz zu fördern.

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