US-Präsident Donald Trump hat am 24. Februar 2026 seine State of the Union-Rede vor dem Kongress gehalten, die mit fast 1 Stunde und 50 Minuten die längste in der Geschichte der USA wurde. In seiner Ansprache stellte er vor allem die wirtschaftliche Entwicklung seines Landes in den Mittelpunkt, bezeichnete die USA als „stärker, reicher und größer als je zuvor“ und hob angebliche Erfolge bei Wachstum, Arbeitsmarkt und Energie hervor. Gleichzeitig präsentierte er innen- und außenpolitische Initiativen, darunter Energieabkommen mit Technologieunternehmen und seine Haltung zu Einwanderung und Handel.
Trump ehrte im Parlament Sportler, Sicherheitskräfte und andere Persönlichkeiten, nutzte die Bühne aber auch für Kritik an politischen Gegnern. Zahlreiche Demokratische Abgeordnete hatten die Veranstaltung teilweise boykottiert oder hielten alternative „People’s State of the Union“-Events ab, um gegen Trumps Politik zu protestieren. Einzelne Abgeordnete sorgten mit eigenen Protestaktionen im Saal für Aufmerksamkeit.
Die Rede fiel in ein politisch aufgeheiztes Umfeld: Kurz zuvor hatte der Oberste Gerichtshof eine zentrale wirtschaftspolitische Maßnahme Trumps kassiert, und es herrschen weiterhin Spannungen in außenpolitischen Fragen wie dem Iran-Konflikt. Gleichzeitig ist Trumps Popularität gesunken, was seine Partei vor eine schwierige Lage bei den anstehenden Zwischenwahlen stellt. Einige seiner wirtschaftlichen Aussagen werden bereits von Faktencheckern angezweifelt.
Insgesamt zeigte der Abend nicht nur Trumps Selbstdarstellung als starker Führer, sondern auch die tiefe politische Spaltung in den USA.
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