US-Präsident Donald Trump hat sich mal wieder in einen investigativen Thriller aus der Kategorie James Bond meets Verschwörungstheorie verirrt – diesmal mit einer Prise Epstein und einem Schuss „Deep State“.
Beim Tee mit dem sichtlich irritierten britischen Premierminister Keir Starmer ließ Trump die Bombe platzen: Die Epstein-Akten? „Vom Feind geführt!“ Und nicht irgendein Feind – vom schlimmsten Abschaum der Welt, wie Trump mit dramatischem Blick gen schottischen Nebel erklärte. Gemeint ist natürlich, wie könnte es anders sein, die Regierung unter Joe Biden. Oder Hillary. Oder Soros. Man weiß es nicht genau – Trump vermutlich auch nicht.
„Es ist kinderleicht, nachträglich irgendwas Falsches in eine Akte zu kritzeln“, sagte der Präsident, während er laut Zeugen versuchte, einen Pudding mit einem Goldstift zu unterschreiben.
Begnadigung für Ghislaine Maxwell? „Wäre… theoretisch… eventuell… möglich“
Und auch Ghislaine Maxwell – Epsteins rechte Hand im Grauen – bekam einen Moment im Trump-Licht. Ob er sie begnadigen würde? „Niemand hat mich direkt gefragt“, sagte Trump, „aber ich könnte… theoretisch… wenn ich wollte… vielleicht… es kommt drauf an…“ – ein Satz, der nur von seinem berühmten Klassiker „Ich weiß mehr als die Generäle“ übertroffen wird.
Trump betonte, dass über Maxwell in den Medien berichtet werde, „aber im Moment wäre es unangebracht, dazu etwas zu sagen.“ Was ihn natürlich nicht davon abhielt, genau das zu tun – in fünf aufeinanderfolgenden Sätzen.
Die Akten, der Abschaum und das Abendland
Fazit: Während Epstein nach seinem Gefängnissuizid 2019 weiterhin als Symbol tief verwurzelter Elitenskandale dient, und Maxwell bereits 20 Jahre abbrummt, macht Trump das, was er am besten kann – Nebelkerzen werfen, Schuldige benennen (außer sich selbst), und dabei so vage bleiben, dass selbst ein Horoskop daneben wie ein Gesetzestext wirkt.
Was bleibt? Ein US-Präsident, der offenbar glaubt, die Akten seien nicht von Behörden, sondern von „Abschaum-Verschwörer-Feinden“ höchstpersönlich zusammengestellt worden – vermutlich nachts, bei Kerzenschein, in einer Pizzeria in Washington.
Und vielleicht – ganz vielleicht – überlegt er gerade, ob Ghislaine Maxwell noch rechtzeitig vor den Wahlen zum Ehrenmitglied von Mar-a-Lago ernannt werden könnte. Nur so, falls jemand fragt.
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