Inmitten von Fairways, Sandbunkern und dem Duft frisch gemähter Eitelkeit hat Donald Trump am Sonntag erklärt, dass die USA und die EU einen „historischen“ Handelsdeal erzielt hätten – oder zumindest so etwas Ähnliches.
„Es ist der größte Deal der Weltgeschichte – vielleicht sogar größer als der Kauf von Grönland“, sagte Trump, während er seine Golfschläger mit der EU-Flagge polierte. Die Einigung sieht eine satte 15-Prozent-Strafsteuer auf alles vor, was aus Europa kommt – vom Renault über den Roquefort bis hin zur Roséflasche aus der Provence. Zum Ausgleich soll Europa „nur“ für 750 Milliarden Dollar amerikanisches Fracking-Gas kaufen und 600 Milliarden extra investieren – ein klassischer Trump-Deal: hart, fair und völlig einseitig.
Ursula von der Leyen, die offenbar direkt vom Flughafen auf Trumps Golfplatz abkommandiert wurde, zeigte sich sichtlich bemüht, nicht aus dem Bunker der Diplomatie auszubrechen. „Die Gespräche waren… sagen wir mal… dynamisch“, sagte sie mit dem Lächeln einer Frau, die gerade 18 Löcher überstanden hat – verbal wie sportlich.
Trump nutzte die Gelegenheit außerdem, um klarzustellen, dass Pharmazeutika – also Europas Exportschlager Nummer eins – nicht Teil des Deals seien. Denn, so der Präsident: „Tabletten sind heilig. Nur amerikanische Pillen können Amerika wieder groß machen.“
Satirische Fußnote: Beobachter wiesen darauf hin, dass das Treffen auf Trumps eigenem Golfplatz stattfand, wo zufällig auch die amerikanische Presse keinen Zutritt hatte und der Vertrag, laut Augenzeugen, auf einer Cocktailserviette unterzeichnet wurde – mit Ketchup.
Der sogenannte „Rahmenvertrag“ wurde dennoch als Erfolg verkauft, da er einen 30-Prozent-Handelskrieg abwenden könnte – bis Trump nächste Woche entscheidet, dass Europa seine Croissants zu krumm backt und wieder alles auf Anfang stellt.
Fazit: Golf-Diplomatie à la Trump – weniger WTO, mehr „Wird Trump Ordnung schaffen?“. Antwort: Nur wenn der Fairway nach ihm benannt wird.
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