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Trump: Sean „Diddy“ Combs bittet um Begnadigung

qimono (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat nach eigenen Angaben eine Bitte um Begnadigung vom inhaftierten Musiker und Produzenten Sean „Diddy“ Combs erhalten. Das sagte Trump am Montag (6. Oktober) im Oval Office gegenüber Reportern.

„Viele Leute haben mich um Begnadigungen gebeten“, sagte Trump. „Ich nenne ihn Puff Daddy – er hat mich um eine Begnadigung gebeten.“

Laut Trump habe es in der Vergangenheit ein gutes Verhältnis zwischen beiden gegeben, das sich aber während seines ersten Präsidentschaftswahlkampfs deutlich abgekühlt habe.

„Er war sehr feindselig, nachdem ich kandidiert habe“, so Trump. „Das macht es schwerer, neutral zu bleiben. Aber am Ende sind wir auch nur Menschen.“


Diddy zu 50 Monaten Haft verurteilt

Combs wurde am 3. Oktober vom US-Bundesgericht in New York zu 50 Monaten Haft verurteilt. Der Grammy-Gewinner war im Sommer wegen Förderung der Prostitution in zwei Fällen schuldig gesprochen worden. Vom schwereren Vorwurf des Menschenhandels und der kriminellen Verschwörung wurde er freigesprochen.

Der 55-Jährige sitzt seit seiner Verhaftung im September 2024 im Metropolitan Detention Center in Brooklyn in Haft. Durch Anrechnung der bisherigen Untersuchungshaft könnte er nach rund drei Jahren wieder freikommen.


Hintergrund des Verfahrens

Im Mittelpunkt des Prozesses standen die Aussagen der Sängerin Casandra „Cassie“ Ventura Fine und einer weiteren Frau, die als „Jane“ identifiziert wurde. Beide warfen Combs vor, sie über Jahre hinweg kontrolliert, misshandelt und zu sexuellen Handlungen gezwungen zu haben.

Laut der Anklage organisierte Combs sogenannte „Freak-Off“-Partys, bei denen Drogen, Escortservices und sexuelle Übergriffe eine Rolle gespielt hätten.

Vor Gericht entschuldigte sich Combs bei seinen ehemaligen Partnerinnen:

„Meine Handlungen waren ekelhaft, beschämend und krank. Ich entschuldige mich bei Cassie Ventura und Jane für den Schmerz, den ich verursacht habe.“


Trump will „nachsehen“

Während der Pressekonferenz am Montag wurde Trump zunächst nach einer möglichen Begnadigung für Ghislaine Maxwell, die frühere Vertraute des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein, gefragt. Der Oberste Gerichtshof hatte am selben Tag Maxwells Berufungsantrag abgelehnt.

„Ich werde mir das ansehen“, sagte Trump. „Ich habe seit einer Weile nichts mehr von ihr gehört, aber ich werde mit dem Justizministerium sprechen.“


Freund oder Feind

Trump hatte bereits im August in einem Interview mit dem rechten Sender Newsmax angedeutet, dass er über eine mögliche Begnadigung für Combs nachdenken könne.

„Ich kam gut mit ihm aus, er schien ein netter Kerl zu sein. Aber als ich Präsident wurde, hat er einige wirklich schlimme Dinge gesagt – das macht es natürlich schwieriger“, so Trump damals.

Eine offizielle Stellungnahme von Combs’ Anwälten zu seinem angeblichen Gnadengesuch liegt bislang nicht vor.

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