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Trump-Regierung unter Druck: Geheime Kriegspläne in Gruppenchat durchgesickert

GabrielDouglas (CC0), Pixabay
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Ein schwerwiegender Vorfall bringt die Trump-Regierung unter Druck: Ein Journalist wurde versehentlich in eine Gruppenunterhaltung auf der Messaging-Plattform Signal aufgenommen, in der hochrangige Regierungsmitglieder – darunter Vizepräsident JD Vance, Verteidigungsminister Pete Hegseth und CIA-Direktor John Ratcliffe – offenbar sensible militärische Informationen über geplante Angriffe auf Houthi-Stellungen im Jemen teilten.

Bei einer Anhörung im US-Senat wurden führende Sicherheitsverantwortliche zu dem Vorfall befragt. Senatoren äußerten Unverständnis darüber, wie es zu einer solchen Sicherheitslücke kommen konnte. Besonders in der Kritik steht die Nutzung von Signal für die Kommunikation hochsensibler Informationen.

CIA-Direktor Ratcliffe bestätigte seine Teilnahme am Chat, wies jedoch darauf hin, dass er keine geheimen Informationen geteilt habe. Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard bestritt, dass klassifizierte Inhalte übermittelt wurden, verweigerte jedoch konkrete Antworten auf Nachfragen im Senat. FBI-Direktor Kash Patel ließ offen, ob eine strafrechtliche Untersuchung eingeleitet wird.

Politische und internationale Reaktionen

Während Präsident Trump seinem nationalen Sicherheitsberater Mike Waltz weiterhin das Vertrauen aussprach, fordern demokratische Senatoren Aufklärung. Europäische Politiker zeigten sich besorgt über den Vorfall und betonten die Bedeutung sicherer Kommunikationswege bei der Zusammenarbeit mit den USA.

Hintergrund:

Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund wachsender Spannungen im Nahen Osten. Im Zentrum des Signal-Chats standen angeblich konkrete Planungen zu US-Militärschlägen gegen Houthi-Ziele im Jemen – inklusive Zeitplan, Zielauswahl und eingesetzter Waffen.

Der Journalist Jeffrey Goldberg von The Atlantic, der unbeabsichtigt zur Gruppe hinzugefügt wurde, hatte über den Vorfall berichtet und große Teile des Gesprächs nicht veröffentlicht – aus Rücksicht auf die nationale Sicherheit.

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