US-Präsident Donald Trump hat an der feierlichen Rückführung der sterblichen Überreste von sechs amerikanischen Soldaten teilgenommen, die während der ersten Tage des Konflikts mit Iran ums Leben gekommen sind. Die Zeremonie fand auf dem Luftwaffenstützpunkt Dover Air Force Base im Bundesstaat Delaware statt.
Die Soldaten waren am 1. März bei einem Drohnenangriff auf eine US-Militärbasis in Kuwait getötet worden. Vier von ihnen gehörten zu einer Reserveeinheit aus Iowa, wie das US-Verteidigungsministerium mitteilte.
Bei den Opfern handelt es sich um:
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Capt. Cody A. Khork (35) aus Winter Haven, Florida
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Sgt. 1st Class Noah L. Tietjens (42) aus Bellevue, Nebraska
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Sgt. 1st Class Nicole M. Amor (39) aus White Bear Lake, Minnesota
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Sgt. Declan J. Coady (20) aus West Des Moines, Iowa
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Maj. Jeffrey O’Brien (45) aus Waukee, Iowa
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Chief Warrant Officer 3 Robert Marzan (54) aus Sacramento, Kalifornien
Trump sprach nach der Zeremonie von einem „sehr traurigen Tag“ und würdigte die gefallenen Soldaten als „großartige Menschen, Eltern und Familienmitglieder“.
Militärische Ehren bei der sogenannten „Dignified Transfer“
Die sogenannte „Dignified Transfer“-Zeremonie ist eine militärische Ehrenzeremonie für im Einsatz gefallene US-Soldaten. Dabei werden die Särge von Militärangehörigen aus dem Flugzeug getragen, das sie in die Vereinigten Staaten zurückgebracht hat, und anschließend in bereitstehende Fahrzeuge überführt.
An der Zeremonie nahmen neben Trump auch First Lady Melania Trump, Vizepräsident JD Vance und dessen Ehefrau Usha Vance teil. Ebenfalls anwesend waren Verteidigungsminister Pete Hegseth, Justizministerin Pam Bondi, Geheimdienstkoordinatorin Tulsi Gabbard sowie mehrere Senatoren und Gouverneure.
Trump rechnet mit weiteren Verlusten
Nach der Zeremonie sagte Trump, es sei möglich, dass weitere solche Rückführungen stattfinden könnten. „Ich hoffe, dass wir das nicht noch einmal erleben müssen, aber das ist ein Teil des Krieges“, erklärte er.
Gleichzeitig betonte er, dass die USA militärisch erfolgreich seien. „Wir gewinnen diesen Krieg deutlich und haben ihr gesamtes böses Imperium stark geschwächt“, sagte Trump.
Bereits zuvor hatte der Präsident erklärt, dass es wahrscheinlich weitere Opfer geben werde, solange der Konflikt andauert.
Wachsende Kritik am Krieg
Der militärische Konflikt mit Iran hat inzwischen zu einer steigenden Zahl von Todesopfern geführt. Nach aktuellen Angaben sind im Iran mehr als 1.200 Menschen ums Leben gekommen.
US-Behörden untersuchen derzeit außerdem einen Luftangriff auf eine Mädchenschule im Süden Irans, bei dem Berichten zufolge rund 175 Menschen getötet wurden.
Im US-Kongress versuchten Demokraten in dieser Woche, die Fortsetzung der Angriffe auf Iran zu stoppen. Entsprechende Initiativen scheiterten jedoch sowohl im Repräsentantenhaus als auch im Senat.
Unklar, wie lange der Krieg dauern wird
Trump erklärte, der Konflikt könne vier bis fünf Wochen andauern – möglicherweise aber auch länger. Verteidigungsminister Hegseth betonte, dass die USA ihre Angriffe fortsetzen würden, bis ihre militärischen Ziele erreicht seien.
Zu diesen Zielen zählen laut Regierung unter anderem:
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die Zerstörung der iranischen Marine,
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die Ausschaltung der iranischen Raketenprogramme,
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sowie die Verhinderung, dass Iran eine Atomwaffe entwickelt.
Gleichzeitig betonte die Regierung, der Krieg solle kein „endloser Konflikt“ werden – auch wenn die USA über ausreichend militärische Ressourcen verfügen, um die Angriffe bei Bedarf fortzusetzen.
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