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Trump kritisiert Starmer und Macron: „Sie haben nichts getan, um den Ukraine-Krieg zu beenden“

DavidRockDesign (CC0), Pixabay
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Drei Jahre nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine sorgt US-Präsident Donald Trump erneut für Aufsehen mit kontroversen Aussagen. In einem Interview mit Fox News warf er dem britischen Premierminister Keir Starmer und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron vor, „nichts getan zu haben“, um den Krieg zu beenden.

Die Aussagen kommen kurz vor den geplanten Besuchen von Starmer und Macron im Weißen Haus in der kommenden Woche. Während Trump einerseits Kritik an den europäischen Staatschefs übte, lobte er sie im gleichen Atemzug: Macron sei ein „Freund“, Starmer ein „sehr netter Kerl“ – eine für Trump typische Mischung aus Seitenhieb und Schmeichelei.

Trump hält wenig von Selenskyj

Besonders hart ins Gericht ging Trump mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. In dem Interview behauptete er, Selenskyj habe „keine Karten in der Hand“ und sei „nicht wichtig genug für Friedensgespräche“.

„Ich beobachte diesen Mann seit Jahren, während seine Städte zerstört werden, seine Leute sterben und seine Soldaten dezimiert werden. Er verhandelt, obwohl er keine Karten in der Hand hält. Und irgendwann hat man einfach genug davon.“

Diese Äußerungen stehen im starken Kontrast zur offiziellen Linie der US-Regierung, die weiterhin die militärische und wirtschaftliche Unterstützung für die Ukraine befürwortet. Trumps eigener Ukraine-Gesandter Keith Kellogg hatte erst kürzlich Selenskyj nach einem Treffen als „mutigen Anführer“ bezeichnet – nur wenige Tage, nachdem Trump ihn als „Diktator“ verunglimpft hatte.

Die Rolle Europas und das Ringen um Frieden

Die Kritik an Starmer und Macron fällt in eine Zeit, in der sich die europäischen Staatschefs zunehmend um eine aktive Rolle in Friedensverhandlungen bemühen. Erst am Montag fand in Paris ein Krisengipfel zur Ukraine statt, bevor in Saudi-Arabien US-Russland-Gespräche abgehalten wurden – jedoch ohne direkte Beteiligung der Ukraine.

Trotz dieser diplomatischen Bemühungen zweifelt Trump offenbar an der Bedeutung der europäischen Partner. „Russland und die Ukraine werden nicht einmal Friedensgespräche beginnen, ohne dass ich persönlich involviert bin“, betonte er selbstbewusst.

Selenskyj in der Defensive? Trump behauptet, der Krieg wäre vermeidbar gewesen

In einer weiteren provokanten Bemerkung machte Trump Selenskyj für den Kriegsausbruch mitverantwortlich. Er behauptete, Russland hätte sich durch Verhandlungen „vom Angriff abbringen lassen“, wenn Selenskyj anders gehandelt hätte.

Diese Sichtweise wird von den meisten westlichen Analysten entschieden zurückgewiesen. Kritiker werfen Trump vor, mit solchen Äußerungen Moskauer Narrative zu übernehmen, anstatt sich klar auf die Seite der Ukraine zu stellen.

Selenskyj und Trump – ein schwieriges Verhältnis

Trotz der scharfen Rhetorik deutete Trump an, dass er einem Telefonat mit Selenskyj offen gegenüberstehe: „Natürlich würde ich ans Telefon gehen.“

Interessanterweise laufen parallel dazu Verhandlungen über eine US-Ukraine-Vereinbarung zu seltenen Erden, die Trump als Möglichkeit sieht, die US-Militärhilfen in Form von Rohstoffen zurückzuerhalten. Während Trump betonte, dass ein Deal „nahe“ sei, wies Selenskyj darauf hin, dass die „Details noch geklärt werden müssen“ – er lehnte ein erstes US-Angebot mit den Worten ab: „Ich kann unseren Staat nicht verkaufen.“

Fazit: Trump setzt auf seine eigene Rolle als Friedensvermittler

Mit seinen jüngsten Äußerungen macht Trump einmal mehr deutlich, dass er sich als unverzichtbare Figur in den Ukraine-Friedensverhandlungen sieht – und dass er Europa als zweitrangig betrachtet. Seine Kritik an Macron, Starmer und Selenskyj dürfte daher weniger als nüchterne Analyse zu verstehen sein, sondern vielmehr als Versuch, sich selbst als den einzigen Akteur zu inszenieren, der den Krieg beenden kann.

Ob sich diese Strategie in der internationalen Diplomatie als tragfähig erweist oder Trump mit seinen provokanten Aussagen Verbündete vergrault, bleibt abzuwarten. Eines ist jedoch sicher: Sein Umgang mit dem Ukraine-Konflikt bleibt höchst umstritten.

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