US-Präsident Donald Trump hat den ungarischstämmigen Milliardär George Soros scharf attackiert und eine strafrechtliche Verfolgung gegen ihn gefordert. Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump, Soros und dessen Sohn – den er als „linksradikal“ bezeichnete – sollten wegen ihrer angeblichen Unterstützung gewalttätiger Proteste vor Gericht gestellt werden. Soros und sein Sohn hätten den Vereinigten Staaten „großen Schaden“ zugefügt, so der Präsident.
Hintergrund: Soros als Feindbild der Rechten
George Soros ist ein Holocaust-Überlebender und zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Investoren und Philanthropen der Welt. Über seine Stiftungen unterstützt er zahlreiche Nichtregierungsorganisationen, Bildungs- und Demokratieprojekte weltweit. In den USA gilt er zudem als einer der wichtigsten Finanziers der Demokratischen Partei, was ihn immer wieder zur Zielscheibe von Kritik und Verschwörungserzählungen im rechten politischen Spektrum macht.
Politische Dimension
Mit seiner Attacke knüpft Trump an ein bereits bekanntes Narrativ an: Konservative Politiker in den USA und Europa werfen Soros seit Jahren vor, mit seinem Vermögen politischen Einfluss auszuüben und linksliberale Bewegungen zu stärken. Belege für eine direkte Beteiligung an Gewalttaten gibt es nicht.
Eskalation im Wahlkampfklima
Beobachter werten Trumps Äußerungen vor allem als Teil der politischen Auseinandersetzung im laufenden Präsidentschaftswahlkampf. Durch die Attacke auf Soros versucht er, sowohl seine eigene Basis zu mobilisieren als auch die Demokraten als „von ausländischem Geld gesteuert“ darzustellen. Kritiker warnen jedoch, dass die wiederholten Angriffe auf Soros antisemitische Untertöne verstärken könnten.
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