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Trump fordert sofortigen Stopp der Gaza-Bombardierungen – Hamas signalisiert Gesprächsbereitschaft

victorsteep (CC0), Pixabay
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US-Präsident Donald Trump hat Israel aufgefordert, die Luftangriffe auf den Gazastreifen unverzüglich einzustellen, um die sichere Freilassung der verbliebenen Geiseln zu ermöglichen. Zuvor hatte die Hamas erklärt, Teile von Trumps Friedensplan zu akzeptieren.

Die militante Palästinenserorganisation teilte am 3. Oktober mit, dass sie bereit sei, alle israelischen Geiseln – lebend oder tot – freizugeben und sich auf Grundlage des 20-Punkte-Plans des US-Präsidenten in Verhandlungen zu begeben. Zudem signalisierte Hamas Zustimmung, die Verwaltung des Gazastreifens an eine unabhängige palästinensische Verwaltung mit arabischer und muslimischer Unterstützung zu übergeben.

Offen bleibt jedoch ein zentraler Punkt: Ein klares Bekenntnis zur Entwaffnung oder ein vollständiger Rückzug aus der künftigen Verwaltung Gazas fehlt in der Erklärung. Hamas verwies stattdessen auf die Notwendigkeit eines „umfassenden palästinensischen Rahmens“, an dem sie sich weiterhin beteiligen wolle.

Trump zeigte sich dennoch optimistisch: „Basierend auf der Erklärung von Hamas glaube ich, dass sie bereit für einen dauerhaften Frieden sind. Israel muss sofort das Bombardement stoppen, damit wir die Geiseln sicher und schnell herausholen können“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social. Später sprach er in einer Videobotschaft aus dem Oval Office von einem „sehr besonderen Tag“ und bedankte sich bei Staaten wie Katar und der Türkei für ihre Vermittlungsbemühungen.

Der Durchbruch kommt nur kurz nachdem Trump Hamas eine Frist bis zum 5. Oktober gesetzt hatte, um auf seinen Plan zu reagieren – andernfalls drohe „die Hölle loszubrechen wie nie zuvor“.

Israels Premierminister Benjamin Netanjahu hatte bereits Ende September bei einem Besuch im Weißen Haus Zustimmung zu Trumps Vorschlag signalisiert. Der Plan fordert unter anderem die vollständige Entwaffnung der Hamas und deren Ausschluss von jeder Regierungsfunktion im Gazastreifen. Die Frage nach einem eigenen Palästinenserstaat bleibt im Papier allerdings unbeantwortet.

Die Gewaltspirale hält dennoch an: Nach dem Hamas-Angriff vom 7. Oktober 2023, bei dem rund 1.200 Menschen in Israel getötet und mehr als 250 verschleppt wurden, begann Israel mit seiner massiven Militäroperation. Nach Angaben des von Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums sind seitdem mehr als 65.000 Palästinenser ums Leben gekommen. Israel bezweifelt diese Zahlen, geht jedoch weiterhin von 48 verbliebenen Geiseln aus – etwa 20 von ihnen sollen noch am Leben sein.

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