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Trump entdeckt plötzlich die „Rückeroberung“ – Ukraine soll’s schon richten

jorono (CC0), Pixabay
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Was gestern noch unmöglich klang, ist heute laut Donald Trump eine „Option“: Die Ukraine könne mit genug Geduld, NATO-Milliarden und europäischem Durchhaltevermögen ihr gesamtes Territorium zurückholen – inklusive allem, was Russland seit 2014 besetzt hat.

Der US-Präsident, bislang bekannt für seine „Gebietsabtritt-für-Frieden“-Theorien, hat damit mal eben die außenpolitische Kehrtwende hingelegt, die man sonst nur aus Seifenopern kennt. Die Begründung: Er habe sich nun eingehend mit der militärischen Lage beschäftigt – offenbar reichte ein Nachmittag mit Google Maps und einem NATO-Briefing. Ergebnis: Russland sei schwach, die Ukraine könne alles zurückerobern, vielleicht sogar noch ein bisschen mehr.

Teleprompter der Geopolitik

In Trumps Worten klingt das Ganze so: „Mit Zeit, Geduld und dem Geld Europas sind die Grenzen von vor Kriegsbeginn durchaus eine Option.“ Welche Grenzen er meint, blieb offen – die von 2022, 2014 oder vielleicht gleich die von 1654? Präzision war noch nie Trumps Stärke, solange es sich gut in einen Truth-Social-Post packen lässt.

Selenskyj sagt brav „Danke“

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj reagierte erwartungsgemäß erfreut: Endlich jemand, der Putin zum Frieden „bewegen“ könne – auch wenn es derselbe Trump ist, der bis gestern noch Gebietsabtretungen forderte. Aber was soll man machen, wenn die eigene Überlebensstrategie von der Laune des Weißen Hauses abhängt?

NATO im Alarmmodus

Parallel dazu forderte Trump, russische Flugzeuge bei Luftraumverletzungen einfach abzuschießen. Ein Satz, der in Brüssel vermutlich mehr Herzrhythmusstörungen als Zustimmung ausgelöst hat. NATO-Diplomaten bemühten sich, das Ganze in nüchterne Worte zu gießen: Man werde „alle notwendigen Mittel“ einsetzen – was diplomatisch klingt, aber übersetzt heißt: „Wir hoffen inständig, dass niemand ernsthaft den Abzug drückt.“

Fazit

Trumps plötzliche Erkenntnis: Die Ukraine kann den Krieg gewinnen, wenn Europa zahlt und Russland brav schwächelt. Klingt nach einem Plan – zumindest bis morgen, wenn der Präsident die nächste 180-Grad-Wende twittert.

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