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Trump als Zeremonienmeister: Die Kennedy Center Honors 2025 wurden zu einer Reality-Show

geralt (CC0), Pixabay
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Glamour, Glitzer, Gitarren – und ein Präsident mit Vorliebe für goldene Medaillen und große Gesten: Die diesjährigen Kennedy Center Honors wurden nicht etwa von einem charmanten Moderator oder einer Broadway-Legende eröffnet, sondern von niemand Geringerem als Donald J. Trump höchstpersönlich.

Und das – man höre und staune – im Oval Office. Richtig gelesen: Statt traditioneller Gala im Kennedy Center gab’s diesmal Medaillenverleihung mit Porzellanschalen, Teppich mit US-Wappen und Trump-Signatur auf dem Podium. Wer braucht schon Bühnenlicht, wenn man sich selbst für den hellsten Stern im Raum hält?

Ehre, wem Ehre – oder Popularität – gebührt

Trump überreichte die Ehrenmedaillen 2025 an eine bunte Mischung aus Popkultur, Patriotismus und vermutlich: Wahlkampfstrategie. Unter den Ausgezeichneten:

  • Gloria Gaynor – „I Will Survive“ bekommt plötzlich eine neue Bedeutung.

  • George Strait – der König des Country, den Trump kurzerhand zum „echten Amerikaner“ ernannte.

  • Gene Simmons und Paul Stanley von KISS – Trump lobte ihre Schminke als „absolut präsidial“.

  • Sylvester Stallone – Trump soll gesagt haben: „Rocky hat gegen den Kommunismus gewonnen. Ich habe… naja, sagen wir, ich kämpfe noch.“

Brav, wer loyal ist – Medaille gibt’s trotzdem

Dass einige der Geehrten – wie Gloria Gaynor – politisch eher auf der anderen Seite des Spektrums stehen? Kein Problem, solange man in der Danksagung nicht „Biden“ sagt. Trump ließ sich nicht beirren und kündigte an, künftig auch Oscar-Verleihungen selbst zu moderieren, „wenn Hollywood endlich wieder großartig wird.“

Fazit: Preisverleihung mit Showeinlage

Statt festlicher Opernabende gab’s dieses Jahr also Selfies mit dem Präsidenten, ein bisschen Rock’n’Roll im Weißen Haus und die leise Hoffnung, dass die nächste Verleihung wieder weniger „The Apprentice“ und mehr „Kennedy Center“ sein darf.

Aber hey: Wer braucht schon Etikette, wenn man Unterhaltung liefern kann? Trump sagte am Ende:

„Diese Künstler sind Legenden – genau wie ich. Und jetzt… Musik ab, bitte: YMCA!“

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