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Troy Jackson steuert auf Senatsnominierung der Demokraten in Maine zu

OpenClipart-Vectors (CC0), Pixabay
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Der frühere Präsident des Senats von Maine, Troy Jackson, hat sich im Rennen um die demokratische Nominierung für die US-Senatswahl in eine starke Ausgangsposition gebracht. Er gilt inzwischen als klarer Favorit, um bei der Parteiversammlung am 25. Juli in Bangor als Kandidat der Demokraten gegen die republikanische Amtsinhaberin Susan Collins nominiert zu werden.

Jackson profitierte am Wochenende von den ersten Delegiertenwahlen auf County-Ebene. Nach Angaben aus seinem Umfeld gewannen Kandidaten auf seiner Delegiertenliste rund 300 der 319 zunächst vergebenen Plätze. Sollten diese Delegierten bei der Parteiversammlung geschlossen hinter ihm stehen, hätte Jackson bereits einen erheblichen Teil der Stimmen sicher, die für die Nominierung erforderlich sind.

Auf der Plattform X bedankte sich Jackson am Samstagabend bei seinen Unterstützern. Man sei auf einem guten Weg, „die Regierung zu bekommen, die wir verdienen“, erklärte er.

Der Wettbewerb um die Nominierung war notwendig geworden, nachdem der bisherige demokratische Bewerber Graham Platner am 10. Juli aus dem Rennen ausgestiegen war. Zuvor war Platner durch eine Reihe von Skandalen unter Druck geraten, darunter eine Vergewaltigungsvorwürfe, die er zurückweist. Jackson gehörte zu jenen Demokraten, die Platner zum Rückzug aufforderten. Zugleich hatte er zuvor an dessen Seite Wahlkampf gemacht und versucht nun, dessen progressive Unterstützerbasis für sich zu gewinnen.

Jackson präsentiert sich als Kandidat, der Platners politische Bewegung fortführen könne. An dessen frühere Anhänger gerichtet sagte er zum Auftakt seiner Kampagne, die von ihnen aufgebaute Bewegung könne gewinnen.

Der Nominierungsparteitag der Demokraten in Maine wird aus 601 Delegierten bestehen. 500 davon werden auf County-Ebene bestimmt, weitere 101 kommen automatisch aus dem demokratischen Landeskomitee. Bereits am Samstag wählten acht Countys ihre Delegierten. Besonders deutlich fiel Jacksons Stärke im Cumberland County aus, dem bevölkerungsreichsten County des Bundesstaates und Heimat der Stadt Portland: Dort standen alle erfolgreichen Delegierten, die sich für die verfügbaren Plätze qualifizierten, auf Jacksons Liste.

Eine seiner Konkurrentinnen, Maines Secretary of State Shenna Bellows, beendete am Sonntagmorgen ihre Bewerbung für die Senatsnominierung. Neben Jackson waren ursprünglich mehrere weitere Bewerber im Rennen, darunter auch frühere Kandidaten aus dem Gouverneurswahlkampf.

Politisch steht Jackson klar auf dem linken Flügel der Demokraten. Er unterstützt ein allgemeines staatliches Gesundheitsprogramm nach dem Modell „Medicare for All“, höhere Steuern für Milliardäre und die Abschaffung der Einwanderungsbehörde ICE. Zudem lehnt er Militärhilfen für Israel ab – eine Position, die in der Demokratischen Partei zunehmend kontrovers diskutiert wird.

Jackson ist seit mehr als zwei Jahrzehnten in der Politik Maines aktiv. Den größten Teil seiner Laufbahn verbrachte er im Senat des Bundesstaates, dessen Präsident er von 2018 bis 2024 war. Zuvor hatte er sich auch um die demokratische Nominierung für das Gouverneursamt beworben, landete dort jedoch im ersten Wahlgang nur auf dem dritten Platz.

Sollte Jackson die Nominierung gewinnen, steht ihm ein politisch entscheidendes Duell bevor. Die Demokraten betrachten das Rennen gegen Susan Collins als eines der wichtigsten im Kampf um die Kontrolle des US-Senats. Collins gilt seit Jahren als moderatere Republikanerin, steht aber bei Demokraten zunehmend in der Kritik.

Jackson greift Collins vor allem als Vertreterin eines politischen Establishments an, das die Interessen arbeitender Menschen in Maine vernachlässige. Zuletzt kritisierten alle demokratischen Bewerber die Senatorin wegen ihrer Haltung zur Einwanderungsbehörde ICE. Hintergrund ist der Tod eines Mannes in Biddeford, der von einem ICE-Agenten erschossen wurde. Jackson warf Collins in einer Debatte vor, sie hätte als Vorsitzende des einflussreichen Haushaltsausschusses des Senats mehr tun müssen, um ICE zu stoppen.

Ob Jacksons progressive Botschaft auch in einem landesweiten Rennen gegen Collins trägt, bleibt offen. Klar ist jedoch: Innerhalb der Demokratischen Partei Maines hat er sich nach dem Rückzug Platners rasch als dominierende Figur positioniert. Sollte seine Delegiertenbasis halten, könnte die Nominierung bereits vor dem Parteitag praktisch entschieden sein.

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