Die Schweiz steht unter Schock. Nach dem verheerenden Brand in einer Bar in Crans-Montana herrscht nun traurige Gewissheit: Alle 40 Todesopfer wurden identifiziert. Unter ihnen sind 20 Minderjährige – das jüngste Opfer war erst 14 Jahre alt. Viele stammten aus der Schweiz, weitere aus Frankreich, Italien und anderen europäischen Ländern.
Die Zahl der Verletzten liegt bei 119. Viele schweben mit schweren Verbrennungen in Lebensgefahr, einige wurden in Spezialkliniken im Ausland verlegt. Die Schweiz hatte international um Hilfe gebeten – auch Österreich bot Unterstützung an.
Die Justiz hat inzwischen Ermittlungen gegen die Betreiber des Lokals eingeleitet. Offenbar hatten Feuerwerksfontänen an Champagnerflaschen das Feuer ausgelöst. Ob es genügend Notausgänge gab oder das Deckenmaterial feuerfest war, ist unklar. Die Behörden prüfen, ob Sicherheitsauflagen verletzt wurden.
In Crans-Montana versammelten sich Hunderte Menschen zu einem stillen Trauermarsch. Schweigend zogen sie durch den Ort – viele mit Tränen in den Augen. Als sie die improvisierte Gedenkstätte erreichten, brandete Applaus auf: Er galt den Einsatzkräften, die unter Lebensgefahr Menschen retteten. „Ohne ihr schnelles Handeln wären noch mehr gestorben“, sagte ein Anrainer.
Überall im Ort liegen Kerzen, Blumen und Briefe. Der Schmerz ist groß, doch die Solidarität ebenso. Am Freitag wird die ganze Schweiz innehalten: Um 14 Uhr läuten die Kirchenglocken im ganzen Land, eine nationale Schweigeminute ist geplant.
„Die Tragödie hat uns tief getroffen“, sagte ein Vertreter der Regierung. „Doch wir stehen zusammen – in Trauer, Mitgefühl und dem Willen, Antworten zu finden.“
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