TikTok-CEO Shou Chew hat in einem internen Memo bestätigt, dass ein Abkommen zur Abspaltung des US-Geschäfts unterzeichnet wurde. Damit soll eine neue, mehrheitlich amerikanisch kontrollierte TikTok-Einheit entstehen – ein entscheidender Schritt zur Erfüllung gesetzlicher Anforderungen und zur Vermeidung eines vollständigen TikTok-Verbots in den USA.
Laut Chews Memo, das CNN vorliegt, wird die US-Version der TikTok-App künftig von einem Joint Venture verwaltet:
50 % des Unternehmens gehören einem Investorenkonsortium, darunter:
Oracle (Tech),
Silver Lake (Private Equity),
MGX (emiratisch unterstützt).
Rund 30 % entfallen auf bestehende ByteDance-Investoren (nicht chinesisch).
19,9 % bleiben bei ByteDance, dem bisherigen chinesischen Mutterkonzern.
Der Abschluss des Deals ist für spätestens 22. Januar 2026 geplant. Noch steht die Zustimmung der chinesischen Regierung sowie regulatorische Freigaben aus.
Die Abspaltung folgt auf ein US-Gesetz aus dem Vorjahr, das TikTok zur Veräußerung seiner US-Vermögenswerte verpflichtete – oder alternativ ein landesweites Verbot androhte. Präsident Donald Trump hatte die Umsetzung des Gesetzes wiederholt verzögert, um Raum für Verhandlungen über einen Deal zu schaffen, den er nun als politischen Erfolg feiert. Im September wurde bekannt, dass China der Lösung grundsätzlich zustimme – eine offizielle Bestätigung aus Peking steht jedoch aus.
Trump unterzeichnete eine Executive Order, die den Deal als „qualifizierte Veräußerung“ einstuft und den Vollzug des Verbots um 120 Tage verschiebt.
Besonderes Augenmerk gilt der Daten- und Inhaltskontrolle. Laut Deal wird:
Oracle die Speicherung aller US-Nutzerdaten überwachen,
die neue US-TikTok-Einheit für Content-Moderation verantwortlich sein,
TikToks globales Management (ByteDance) allerdings weiterhin die Werbung, das E-Commerce-Geschäft und das Marketing steuern.
Dies sorgt bereits für kritische Stimmen, da ByteDance somit weiterhin indirekten Einfluss auf die Plattform in den USA behalten könnte – trotz offiziell reduzierter Eigentümerrolle.
Der Deal markiert einen bedeutenden Wendepunkt für TikTok in den USA: Ein Verbot scheint abgewendet, doch die Umsetzung des Abkommens hängt von vielen politischen und regulatorischen Faktoren ab – nicht zuletzt vom Wohlwollen der chinesischen Regierung. Kritiker befürchten, dass der Deal nur oberflächliche Kontrolle verlagert, ohne die Sicherheitsbedenken vollständig auszuräumen. Befürworter sehen hingegen eine pragmatische Lösung, um TikTok für über 170 Millionen US-Nutzer zugänglich zu halten – unter amerikanischer Aufsicht.
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