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#TeslaTakeover: Wenn Demokratie auf den Hund kommt

juliandipietrantonio (CC0), Pixabay
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Die neueste Protestwelle in den USA hat einen neuen Lieblingsgegner gefunden: Tesla. Doch warum ausgerechnet die Elektroflitzer von Elon Musk? Ganz einfach: Weil der Tech-Milliardär und Hobby-Weltretter nicht nur Raketen in den Weltraum, sondern auch die US-Verwaltung ins Chaos schießt – mit freundlicher Unterstützung seines Busenfreundes Donald Trump.

Am Wochenende nahmen die unter dem Hashtag #TeslaTakeover organisierten Proteste erstmals gezielt Tesla-Niederlassungen ins Visier. Schließlich ist Musk nicht nur passionierter Twitter-Zerstörer (pardon, „X“), sondern auch offizieller Trump-Verbündeter und frisch ernannter Verwaltungsabbau-Spezialist. Seine neue Lieblingsbehörde, das Department of Government Efficiency (DOGE), soll angeblich Steuergelder sparen, indem es Ministerien und Behörden „verschlankt“ – Kritiker sprechen allerdings von einem Massaker am öffentlichen Dienst.

Protest mit Nazi-Vergleich und Hundememe

In Städten wie New York, Seattle und Kansas City versammelten sich Demonstranten, um gegen die rabiaten Einsparungen und Musks Nähe zu Trump zu protestieren. Die Teilnehmerzahlen reichten von einem kleinen, aber wütenden Dutzend bis hin zu beeindruckenden 200 Menschen – also fast so viele, wie Elon Musk an einem schlechten Tag auf X feuert. Die Protestierenden hielten Schilder hoch, die Trump mit Nazis verglichen oder vor einer neuen Oligarchie warnten.

Besonders pikant: Die Abkürzung von Musks neuem Verwaltungs-Todeskommando DOGE ist laut dem „Guardian“ nach einem berühmten Hundememe benannt. Bleibt nur zu hoffen, dass künftige Behörden nicht „LOL“, „ROFL“ oder „WTF“ heißen.

„Elon Musk soll nicht über unsere Demokratie entscheiden!“

Eine der lautesten Stimmen des Protests war Linda Koistinen, die mit ihrem Ehemann in Berkeley demonstrierte. „Hier können wir unseren Widerstand gegen Musk persönlich sichtbar machen“, sagte sie der BBC. „Er sollte nicht das Schicksal unserer Demokratie entscheiden, indem er unsere Verwaltung Stück für Stück auseinandernimmt. Das ist nicht richtig.“

Die Protestbewegung organisiert sich auf Bluesky, dem Anti-Twitter-Netzwerk, das mittlerweile als sicherer Hafen für alle gilt, die von Musks Führungsstil genug haben. Hashtag „#TeslaTakeover“ – weil nichts mehr rebellisch ist als ein Wortspiel mit Firmenübernahme.

Sheryl Crow macht den ultimativen Boykott: Tesla-Verkauf mit Soundtrack

Auch Prominente schließen sich dem Protest an. Rockmusikerin Sheryl Crow verkaufte demonstrativ ihren Tesla – vermutlich in der Hoffnung, dass Musk dies schmerzhafter trifft als eine Börsenschwankung. Auf Instagram postete sie ein Video, in dem ihr Tesla auf einen Transporter geladen wird. Während sie winkend Abschied nimmt, spielt im Hintergrund Andrea Bocellis „Time to Say Goodbye“ – für maximalen Drama-Effekt.

In der Bildunterschrift erklärte Crow: „Meine Eltern haben immer gesagt … ‚Du bist, mit wem du dich abgibst.‘ Es kommt der Zeitpunkt, an dem man sich entscheiden muss, mit wem man sich verbünden will. Auf Wiedersehen, Tesla.“ Der Erlös ging an den öffentlich-rechtlichen Rundfunk NPR, den Musk als „überflüssig“ bezeichnet hatte. Ein subtiler Seitenhieb mit musikalischer Untermalung – Hollywood könnte es nicht besser inszenieren.

Investoren nervös: Droht Tesla die „Cancel Culture“?

Einige Tesla-Investoren beginnen sich zu fragen, ob Musks enge Freundschaft mit Trump nicht langfristig problematisch sein könnte. Besonders in Kalifornien, einem der wichtigsten Absatzmärkte für Tesla, kommt Musks neue politische Ausrichtung nicht gut an. Während republikanische Wähler E-Autos skeptisch betrachten, könnten progressive Käufer zunehmend nach Alternativen suchen.

Doch während die einen protestieren, feiern andere Musks unermüdlichen Einsatz für eine effizientere Verwaltung – auch wenn diese gerade dabei ist, sich selbst abzuschaffen.

Wie auch immer die Geschichte ausgeht: Bleibt nur zu hoffen, dass die Demokratie in den USA stabiler ist als Musks letzter Twitter-Rebranding-Versuch.

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