Startseite Allgemeines Studien: Häufige Lebensmittelzusätze mit Krebs und Diabetes in Verbindung gebracht
Allgemeines

Studien: Häufige Lebensmittelzusätze mit Krebs und Diabetes in Verbindung gebracht

Ralf1403 (CC0), Pixabay
Teilen

Zwei neue französische Studien haben erstmals Hinweise darauf gefunden, dass bestimmte Konservierungsstoffe in Lebensmitteln das Risiko für Krebs und Typ-2-Diabetes deutlich erhöhen könnten. Die Forschung basiert auf Daten aus der Langzeit-Ernährungsstudie NutriNet-Santé, an der über 170.000 Personen teilnahmen.

„Diese Konservierungsstoffe sind weltweit in der Lebensmittelindustrie verbreitet – in Europa, den USA und darüber hinaus“, sagte die Studienleiterin Mathilde Touvier vom französischen Institut für Gesundheitsforschung.

Krebserkrankungen durch „sichere“ Zusatzstoffe

In einer der Studien, veröffentlicht im British Medical Journal, wurde der Zusammenhang zwischen dem Konsum von 58 Konservierungsstoffen und dem Krebsrisiko bei über 105.000 Personen untersucht. Dabei zeigte sich: Sechs häufig verwendete Zusatzstoffe, die von der US-Lebensmittelbehörde (FDA) als „allgemein sicher“ eingestuft sind, standen signifikant mit einem erhöhten Krebsrisiko in Verbindung.

Dazu gehören unter anderem:

  • Natriumnitrit (32 % höheres Risiko für Prostatakrebs),

  • Kaliumnitrat (22 % höheres Risiko für Brustkrebs),

  • Kaliumsorbat, Kaliumdisulfit, Essigsäure und Acetate, die in verarbeiteten Fleischwaren, Backwaren, Wein, Käse und Saucen vorkommen.

Auch bestimmte antioxidative Zusatzstoffe wie Erythorbate, die aus fermentiertem Zucker gewonnen werden, standen mit einem höheren Krebsrisiko in Verbindung.

Diabetes-Risiko deutlich erhöht

Die zweite Studie, veröffentlicht in Nature Communications, analysierte den Zusammenhang zwischen Konservierungsstoffen und Typ-2-Diabetes bei rund 109.000 Teilnehmenden ohne Vorerkrankung. Ergebnis: Zwölf von 17 untersuchten Zusatzstoffen erhöhten das Risiko um bis zu 49 %.

Neben den bereits im Krebs-Kontext auffälligen Stoffen traten weitere Konservierungsstoffe wie Calciumpropionat, Phosphorsäure, Natriumascorbat, Citronensäure und Rosmarinextrakt negativ hervor.

Appell für strengere Regelung

Die Studienautoren betonen, dass es sich um Beobachtungsstudien handelt, die keine Kausalität beweisen – die Ergebnisse seien jedoch robust und „dringend weiter zu untersuchen“. Anaïs Hasenböhler, Erstautorin beider Studien, fordert eine Neubewertung der Zulassung und Verwendung von Lebensmittelzusätzen im Sinne des Verbraucherschutzes.

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

CRANS-MONTANA ENDLICH.Barbesitzer in Untersuchungshaft genommen

Crans-Montana, einst schicker Skiort für Reiche, Schöne und solche, die es gern...

Allgemeines

US-Arbeitsmarkt schleppt sich ins neue Jahr – Nur 50.000 neue Stellen im Dezember

Schwächstes Jobwachstum seit Jahren – mit ein paar wenigen Lichtblicken in Gastronomie...

Allgemeines

Titel: „Wenn der Hammer fällt – Was passiert, wenn der Supreme Court Trumps Zölle kippt?“

Stellen wir uns vor: Neun Richter in schwarzen Roben lehnen sich nach...