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Stromausfälle in Kiew, Tote in Belgorod – Krieg prägt weiter Alltag und Diplomatie

neelam279 (CC0), Pixabay
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Der Krieg zwischen Russland und der Ukraine zeigt sich einmal mehr in ganz unterschiedlichen Facetten: Während in Kiew Teile der Infrastruktur ausfallen, werden aus dem russischen Grenzgebiet Tote gemeldet. Parallel dazu laufen diplomatische Bemühungen weiter – wenn auch ohne direkte Beteiligung Moskaus.

In der ukrainischen Hauptstadt Kiew kam es am Abend zu Ausfällen bei Strom- und Wasserversorgung. Nach Angaben der Behörden war ein Zwischenfall im Stromnetz die Ursache. Besonders betroffen waren Gebiete östlich des Flusses Dnipro. Einsatzkräfte arbeiteten daran, die Versorgung wiederherzustellen, wie die Stadtverwaltung mitteilte. Angriffe auf die Energieinfrastruktur hatten in den vergangenen Monaten immer wieder zu solchen Störungen geführt.

Gleichzeitig berichteten russische Behörden aus der Grenzregion Belgorod von tödlichen Angriffen. Im Dorf Smorodino seien mindestens vier Frauen bei Beschuss getötet worden, erklärte Gouverneur Wjatscheslaw Gladkow. Eine weitere Frau sei schwer verletzt aus den Trümmern geborgen worden. Die Angaben lassen sich unabhängig nicht überprüfen. Die Region liegt nahe der ukrainischen Grenze und gerät regelmäßig unter Beschuss durch Drohnen und Artillerie.

Selenskyj fordert härteres Vorgehen gegen Russland

Vor dem Hintergrund eines von Frankreich gestoppten Tankers der sogenannten russischen „Schattenflotte“ forderte der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ein konsequenteres Vorgehen gegen russische Ölexporte. Solange der Krieg andauere, müsse auch der wirtschaftliche Druck aufrechterhalten werden, sagte er in einer Videobotschaft. Kiew arbeite mit europäischen Partnern daran, rechtliche Grundlagen zu schaffen, um Tanker zu stoppen und Ladungen zu beschlagnahmen.

Gespräche in den USA – ohne Russland

Parallel dazu fanden in den USA Gespräche über ein mögliches Ende des Krieges statt. Ukrainische Vertreter trafen sich mit US-Vertretern, um diplomatische Optionen auszuloten. Selenskyj betonte die Bedeutung solcher Gespräche, um Wege zu einem „realen Ende des Krieges“ zu finden.

Der US-Sondergesandte Steve Witkoff sprach von „konstruktiven“ Gesprächen. An den Treffen nahmen unter anderem auch Jared Kushner sowie weitere Regierungsberater teil. Die ukrainische Delegation wurde von Sicherheitsratssekretär Rustem Umjerow angeführt. Russische Vertreter waren nicht beteiligt.

Beschädigter Tanker vor Libyen

Unterdessen sorgt auch ein Zwischenfall im Mittelmeer für Aufmerksamkeit: Der beschädigte russische Flüssiggastanker „Arctic Metagas“, der seit Wochen führerlos treibt, soll in einen libyschen Hafen geschleppt werden. Umweltgefahren seien bislang weitgehend unter Kontrolle, teilte die libysche Ölgesellschaft mit.

Russland macht ukrainische Drohnen für den Vorfall verantwortlich. Die Besatzung des Schiffes konnte gerettet werden.

Der Krieg bleibt damit nicht nur auf das unmittelbare Kampfgebiet beschränkt, sondern wirkt sich weiterhin auf Infrastruktur, internationale Politik und globale Lieferketten aus.

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