Der Krieg im Nahen Osten und die damit verbundenen Störungen der Lieferketten treiben den Ölpreis weltweit stark nach oben. Besonders asiatische Länder, die stark von Energieimporten aus dem Nahen Osten abhängig sind, spüren die Auswirkungen deutlich. Mehrere Regierungen haben daher teils drastische Maßnahmen beschlossen, um Treibstoff zu sparen und ihre Energiesicherheit zu sichern.
Der Ölpreis überschritt zuletzt wieder die Marke von 100 US-Dollar pro Barrel und erreichte damit ein Vierjahreshoch. Hauptgrund ist der nahezu zusammengebrochene Schiffsverkehr in der Straße von Hormus, der wichtigsten Route für Öl- und Gaslieferungen aus dem Persischen Golf.
Viele asiatische Staaten sind auf diese Lieferungen angewiesen. China etwa bezog im vergangenen Jahr laut Marktdaten rund 57 Prozent seines Rohöls aus dem Nahen Osten. Die Regierung wies daher große Raffinerien an, vorerst keine Benzin- und Dieselprodukte mehr zu exportieren, um die heimische Versorgung zu sichern.
Andere Länder greifen zu deutlich strengeren Maßnahmen. In Myanmar dürfen private Fahrzeuge nur noch jeden zweiten Tag fahren. Die Behörden kontrollieren dafür gezielt die Nummernschilder.
Auch Bangladesch reagiert mit Einschnitten. Dort wird Treibstoff inzwischen rationiert, wodurch sich lange Schlangen an Tankstellen gebildet haben. Gleichzeitig wurden Universitäten geschlossen, um Energie zu sparen, und selbst die traditionelle Beleuchtung zum Unabhängigkeitstag soll reduziert werden.
Die Philippinen führten sogar eine Viertagewoche im öffentlichen Dienst ein, um den Treibstoffverbrauch zu senken. Präsident Ferdinand Marcos ordnete zudem an, dass Behörden ihren Energie- und Treibstoffverbrauch um 10 bis 20 Prozent reduzieren müssen.
Weitere Staaten versuchen vor allem, die Preise zu stabilisieren. Vietnam senkte vorübergehend die Importzölle auf Treibstoff auf null Prozent, während Thailand den Dieselpreis für zwei Wochen deckelte. In Südkorea kündigte Präsident Lee Jae Myung ein System zur Begrenzung der Preise für Erdölprodukte an.
Auch Japan prüft die Nutzung seiner strategischen Ölreserven, während Kambodscha vor Treibstoff-Hamsterkäufen warnt. Indonesien hingegen erklärte, steigende Preise ließen sich nicht vollständig vermeiden – ein Teil der Belastung müsse von der Bevölkerung getragen werden.
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