Auf Long Island stehen die Züge still. Die Long Island Rail Road (LIRR), die größte Pendlerbahn der Vereinigten Staaten, wird seit Samstag bestreikt. Betroffen sind Hunderttausende Pendlerinnen und Pendler im Großraum New York. Es ist der erste Streik bei der LIRR seit mehr als 30 Jahren.
Fünf Gewerkschaften mit insgesamt rund 3500 Beschäftigten hatten die Arbeit niedergelegt, nachdem die Verhandlungen mit der Bahngesellschaft über höhere Löhne und Arbeitsbedingungen gescheitert waren. Die Gespräche waren laut Gewerkschaftsvertretern nach tagelangen Verhandlungen ohne Ergebnis beendet worden.
Die Beschäftigten fordern ihre erste Gehaltserhöhung seit 2022. Hintergrund sind stark gestiegene Lebenshaltungskosten in einer der teuersten Regionen der USA. Die Gewerkschaften verlangen Lohnerhöhungen zwischen vier und fünf Prozent. Streitpunkt blieb zuletzt vor allem die Kostenbeteiligung der Mitarbeiter an der Krankenversicherung.
Die Auswirkungen des Streiks könnten bereits zu Wochenbeginn massiv spürbar werden. Normalerweise nutzen werktags fast 300.000 Menschen die Verbindungen der LIRR zwischen Long Island und Manhattan. Die Verkehrsbetriebe rechnen dagegen damit, mit zusätzlichen Bussen lediglich einen Bruchteil der Fahrgäste transportieren zu können.
Pendler müssen sich deshalb auf lange Fahrzeiten, Staus und hohe Zusatzkosten einstellen. Besonders problematisch ist die Lage, weil die Benzinpreise zuletzt deutlich gestiegen sind und gleichzeitig neue Mautgebühren für Autofahrten nach Manhattan gelten.
Die Bahngesellschaft MTA wirft den Gewerkschaften vor, gezielt auf einen Streik hingearbeitet zu haben. MTA-Chef Janno Lieber erklärte, die Forderungen seien finanziell nicht tragbar. Man könne keinen Tarifabschluss akzeptieren, der den Haushalt der Verkehrsbetriebe gefährde und letztlich Fahrgäste sowie Steuerzahler belaste.
Die Gewerkschaften wiederum werfen dem Management und der demokratischen Gouverneurin Kathy Hochul vor, die Eskalation bewusst in Kauf genommen zu haben. Statt einer fairen Einigung investiere der Staat nun Millionen in Notfallbusse und nehme erhebliche Einnahmeverluste in Kauf.
Der Konflikt hat inzwischen auch eine politische Dimension erreicht. Hochul machte die Regierung von Präsident Donald Trump mitverantwortlich und kritisierte, die Bundesverwaltung habe Vermittlungsbemühungen zu früh beendet. Trump reagierte umgehend auf seiner Plattform Truth Social und wies jede Verantwortung zurück. Die Schuld liege allein bei Hochul, erklärte der Präsident.
Eine schnelle Lösung ist bislang nicht in Sicht. Neue Gespräche zwischen beiden Seiten wurden zunächst nicht angekündigt. Damit droht der Millionenmetropole zu Wochenbeginn ein Verkehrschaos.
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