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Diebstahl | © ElisaRiva / Pixabay
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Staatsanwaltschaft Stuttgart

192 AR RVA 517/18

Durch das Amtsgericht Böblingen ist am 11.10.2018 ein Strafbefehl ergangen, dem liegt folgender Sachverhalt zugrunde. Am 21.08.2018 gegen 17:10 Uhr nahm der Verurteilte in den Geschäftsräumen der Firma Real-Markt in Böblingen eine Armbanduhr an sich, um die Wahre ohne Bezahlung für sich zu behalten. Der Strafbefehl ist seit dem 27.10.2018 rechtskräftig. In diesem wurde die erweiterte Einziehung folgender Gegenstände ausgesprochen: 7 Paar FILA Socken, 5 Paar wei0e Socken, 7 Paar Puma Boxershorts, 3 Puma T-Shirts, 2 kurze Puma Sporthosen, eine lange Sporthose, 1 Paar Kinderinlineskates, 1 Paar Puma Schuhe Gr. 40, ein Paar Puma Schuhe Größe 42, eine schwarze Armbanduhr, ein grüner Nike Rucksack und ein Haargel.

Es besteht bei einer bislang unbekannten Person/Firma ein Anspruch auf Rückübertragung oder Herausgabe, § 459h Abs. 1 StPO.

Diesen Anspruch auf Rückübertragung oder Herausgabe kann innerhalb von sechs Monaten nach Veröffentlichung dieser Mitteilung bei der Staatsanwaltschaft anmelden, § 459j Abs. 1 StPO.

Sofern der Anspruch auf Rückübertragung oder Herausgabe bei der Staatsanwaltschaft binnen der sechsmonatigen Frist angemeldet wird, kann eine Rückübertragung/ Herausgabe an den Verletzten nur dann erfolgen, sofern sich Ihr Anspruch ohne weiteres aus der Einziehungsanordnung ergibt. Da es sich hierbei um eine erweiterte Einziehung gemäß § 73a StGB handelt und sich der Anspruch nicht ohne weiteres aus der Einziehungsanordnung ergibt, bedarf es der Zulassung durch das Gericht, § 459j Abs. 2 StPO.

Unabhängig von der Sechsmonatsfrist kann der Anspruch auf Rückübertragung oder Herausgabe bei der Staatsanwaltschaft angemeldet werden. In diesem Fall muss allerdings ein Endurteil im Sinne des § 704 ZPO oder einen sonstigen Vollstreckungstitel im Sinne des § 794 ZPO vorgelegt werden, aus dem sich der Anspruch auf Rückgewähr des Erlangten ergibt, § 111j Abs. 5 StPO.

Der Gegenstand kann von der Staatsanwaltschaft auch herausgegeben oder zurückübertragen werden, wenn der Einziehungsbetroffene ein vollstreckbares Endurteil im Sinne des § 704 ZPO oder einen Vollstreckungstitel im Sinne des § 794 ZPO vorlegt aus dem sich ergibt, dass dem Verletzten aus der Tat ein Anspruch auf Rückgewähr des Erlangten erwachsen ist und der Einziehungsbetroffene die Rückübertragung oder Herausgabe des eingezogenen Gegenstandes an diesen Verletzten verlangt, § 459l Abs. 1 S. 1 StPO.

Abschließend wird darauf hingewiesen, dass der Rechtnachfolger des Verletzten (Bei: Erbschaft, gesetzlichem Forderungsübergang auf den Versicherer, Forderungsabtretung) an seine Stelle tritt und dazu berechtigt ist, einen o. g. Antrag zu stellen und die Rückübertragung oder Herausgabe des Gegenstandes an sich zu verlangen.

Der Verletzte möge sich bitte mit der Staatsanwaltschaft Stuttgart, Neckarstr. 145, 70190 Stuttgart, zum Aktenzeichen 192 AR RVA 517/18 schriftlich in Verbindung setzen.

 

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