Southwest Airlines führt neue Sicherheitsvorschriften ein, die Passagiere mit elektrischen Rollstühlen direkt betreffen: Ab dem 25. September 2025 müssen Lithiumbatterien aus Mobilitätshilfen entfernt und mit in die Flugkabine genommen werden, bevor die Geräte im Frachtraum verladen werden.
Die Fluggesellschaft begründet die Änderung mit Sicherheitsbedenken – insbesondere im Hinblick auf Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus. Laut Southwest wird damit ein internationaler Sicherheitsstandard übernommen.
„Lithiumbatterien gehören zu den häufigsten Auslösern für Rauch- und Brandvorfälle an Bord. Diese Ereignisse sind zwar selten, aber wenn sie auftreten, ist ein schneller Zugriff entscheidend,“ erklärte Dave Hunt, Vizepräsident für Sicherheit und Schutz bei Southwest, in einer internen Mitteilung.
Was ändert sich konkret für Reisende mit Mobilitätshilfen?
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Batterien müssen entfernt und in der Kabine mitgeführt werden.
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Die Batterien zählen nicht zum regulären Handgepäck-Limit.
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Nur Batterien mit maximal 300 Wattstunden sind erlaubt.
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Für Batterien über 300 Wh gilt eine Übergangsfrist bis zum 11. Januar 2026. Danach sind sie nicht mehr zulässig.
Ein Schritt voraus – im Sinne der Sicherheit
Southwest ist damit eine der ersten US-Fluggesellschaften, die diesen Standard vollständig umsetzt. Auch andere Airlines wie American Airlines, Delta und United haben bereits eigene Richtlinien für den Transport von Rollstuhl-Batterien, diese unterscheiden sich jedoch im Detail.
Bereits zuvor hatte Southwest angekündigt, dass mobile Powerbanks im Kabinenraum sichtbar sein müssen, wenn sie während des Flugs genutzt werden.
Auch die US-Luftfahrtbehörde (FAA) hatte vergangene Woche die Fluglinien aufgefordert, ihre Sicherheitsprotokolle im Umgang mit Elektronikbränden zu überprüfen und klarer zu kommunizieren.
Fazit
Für Menschen mit Behinderungen, die auf elektrische Rollstühle angewiesen sind, bedeutet die neue Regel zunächst eine Umstellung. Southwest verspricht jedoch eine „sanfte Einführung“ der neuen Vorschrift und betont, dass Sicherheit und Zugänglichkeit weiterhin oberste Priorität hätten.
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