Für manche Fußballer kommt ein Wechsel zum FC Barcelona überraschend. Anthony Gordon behauptet dagegen, er habe eigentlich schon mit drei Jahren gewusst, dass er eines Tages für die Katalanen spielen würde.
Der englische Nationalspieler wechselt für mehr als 80 Millionen Euro von Newcastle United zum spanischen Meister und unterschreibt einen Vertrag bis 2031. Nach eigenen Angaben begann er sogar frühzeitig Spanisch zu lernen, weil er fest davon überzeugt war, irgendwann das Trikot des FC Barcelona zu tragen.
Ob diese Zielstrebigkeit beeindruckend oder leicht größenwahnsinnig war, darüber dürfen die Fans selbst entscheiden. Fakt ist: Diesmal hat die Vision funktioniert.
Bei seiner Vorstellung zeigte sich Gordon entsprechend emotional. Barcelona sei für ihn der größte Verein der Welt und der Wechsel die Erfüllung eines Kindheitstraums. Die Verzögerungen bei den Vertragsunterlagen hätten ihn zwar stundenlang warten lassen, ernsthafte Zweifel habe es jedoch nie gegeben.
Für Newcastle endet damit ein erfolgreiches Kapitel. Der 25-Jährige absolvierte mehr als 150 Pflichtspiele für die Magpies und war in der vergangenen Saison mit 17 Treffern einer der wichtigsten Offensivspieler des Klubs. Besonders bemerkenswert: Noch vor wenigen Wochen saß Gordon mehrfach nur auf der Ersatzbank, nun wechselt er für eine Rekordsumme zu einem der größten Vereine Europas.
Newcastle erhält dafür eine stattliche Ablöse und Spielraum für den dringend benötigten Kaderumbau. Die Verantwortlichen dürften den Transfer deshalb mit einem lachenden und einem weinenden Auge betrachten.
Für Gordon beginnt nun die vielleicht größte Herausforderung seiner Karriere. Beim FC Barcelona reicht es nicht, von klein auf vom Camp Nou geträumt zu haben. Dort erwarten die Fans, dass Träume regelmäßig in Tore, Vorlagen und Titel umgewandelt werden.
Immerhin hat Gordon bereits bewiesen, dass er langfristig denken kann. Wer mit drei Jahren beschließt, eines Tages für Barcelona zu spielen, und dieses Ziel tatsächlich erreicht, sollte zumindest über eine bemerkenswerte Portion Selbstvertrauen verfügen.
Ob daraus nun eine große Erfolgsgeschichte wird oder nur eine schöne Kindheitserinnerung mit Arbeitsvertrag, wird sich in den kommenden Jahren zeigen.
Kommentar hinterlassen