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Schüsse in New Yorker Bürohochhaus: Fünf Tote bei Amoklauf in Manhattan

geralt (CC0), Pixabay
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Bei einer der schwersten Gewalttaten in New York City seit 25 Jahren hat ein bewaffneter Mann am Montagabend in einem Bürogebäude in Midtown Manhattan vier Menschen getötet und eine weitere Person verletzt. Anschließend richtete sich der 27-jährige Täter selbst.

Die Schüsse fielen gegen 18:30 Uhr Ortszeit im Foyer des 44-stöckigen Gebäudes an der Park Avenue, in dem unter anderem auch die Zentrale der US-Footballliga NFL untergebracht ist. Der mutmaßliche Täter, Shane Devon Tamura aus Las Vegas, war laut Polizei mit einem halbautomatischen Sturmgewehr bewaffnet und trug zwei mit jeweils 30 Schuss gefüllte Magazine bei sich.

Gezielte Gewalt in Minuten

Tamura tötete zunächst einen uniformierten NYPD-Polizisten, der den Eingang bewachte. Anschließend feuerte er wahllos auf mehrere Personen in der Lobby, darunter eine Führungskraft der Investmentfirma Blackstone und einen Sicherheitsmitarbeiter. Danach fuhr er mit dem Fahrstuhl in das 33. Stockwerk, wo er eine weitere Frau tötete, bevor er sich selbst erschoss.

Polizeieinheiten sicherten innerhalb weniger Minuten das Gebäude. Mithilfe von Videoüberwachung und einer intern entwickelten Technologie wurde das Bild des Täters an sämtliche Diensttelefone der NYPD-Beamten übermittelt. Mehr als 40 Patronenhülsen wurden am Tatort sichergestellt.

Tatmotiv unklar – Reise quer durch die USA

Tamura war am Wochenende mit dem Auto aus Las Vegas angereist. In seiner Tasche fanden Ermittler eine kryptische Notiz mit suizidalen Andeutungen. Er hatte zuvor bei einem Casino in Las Vegas gearbeitet. Das verwendete Gewehr war ursprünglich auf einen Kollegen registriert, der es ihm offenbar privat verkauft hatte.

Gebäude war auf Ernstfall vorbereitet

Laut Ermittlern hatte der Gebäudebetreiber Rudin Management seine Büroräume mit sogenannten „Safe Rooms“ ausgestattet – kugelsichere Badezimmer mit Videoüberwachung und Notrufleitungen. Dennoch wurde eine Mitarbeiterin tödlich getroffen, als sie sich außerhalb des Raumes bewegte.

Politische Debatte um Waffengesetze

Nach dem Vorfall wird erneut die Debatte um Waffenrecht und psychische Gesundheit laut. Tamura war in der Vergangenheit bereits zweimal in psychiatrischer Behandlung und einmal festgenommen worden – dennoch konnte er offenbar ohne größere Hürden Schusswaffen erwerben.

Die Ermittlungen dauern an.

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