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Schnupfdampfer

moritz320 (CC0), Pixabay
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Spektakulärer Schlag gegen den internationalen Drogenschmuggel: Die portugiesische Polizei hat in einem groß angelegten Einsatz ein Halbtaucherschiff mit 6,5 Tonnen Kokain an Bord gestoppt. Das gaben die Behörden am Dienstag in Lissabon bekannt.

Der mutmaßlich für den transatlantischen Schmuggel eingesetzte Halbtaucher wurde etwa 500 Seemeilen südlich der Azoren entdeckt und gestoppt. Fünf Crewmitglieder wurden festgenommen.

Internationaler Einsatz mit militärischer Unterstützung

An der Operation beteiligt waren nicht nur die portugiesische Polizei, sondern auch die Luftwaffe und Marine des Landes. Unterstützung kam zudem von der spanischen Guardia Civil, der US-Drogenbehörde DEA sowie britischen Sicherheitsbehörden – ein klarer Hinweis auf die hohe internationale Bedeutung des Einsatzes.

Die beschlagnahmte Menge Kokain entspricht einem Straßenverkaufswert von mehreren Hundert Millionen Euro – und macht den Fund zu einem der größten in der jüngeren portugiesischen Kriminalgeschichte.

Halbtaucher: Das Schmuggelwerkzeug der Profis

Das sichergestellte Schiff ist ein sogenannter Halbtaucher – ein spezielles Wasserfahrzeug, das teilweise unter Wasser operieren kann und schwer von Radar oder Flugzeugen zu orten ist. Diese „Narco-Boote“ kommen besonders häufig bei Kokainrouten aus Südamerika nach Europa zum Einsatz.

Nach Angaben portugiesischer Ermittler war das Boot offenbar auf dem Weg vom südamerikanischen Kontinent nach Europa, möglicherweise mit Ziel Spanien oder Portugal als Transitland.

Erfolgreiche Kooperation gegen internationale Kartelle

Portugals Innenministerium lobte den Erfolg der Operation und betonte die Bedeutung europäischer und transatlantischer Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität.

„Dieser Einsatz zeigt, dass wir die internationalen Drogenkartelle nicht ungestört agieren lassen. Unsere Sicherheitskräfte arbeiten grenzübergreifend und mit höchster Präzision“, sagte ein Sprecher des Innenministeriums.

Die Ermittlungen gegen die festgenommenen Verdächtigen laufen weiter. Unklar ist bislang, welchem Kartell das Schiff zugeordnet wird. Portugals Polizei geht jedoch von einem professionell organisierten Netzwerk mit internationalen Verbindungen aus.

Fazit: Ein Dämpfer für den Drogenhandel – aber kein Ende

Der spektakuläre Fund verdeutlicht, wie groß der Aufwand der Drogenkartelle ist – aber auch, wie ernst die europäischen Sicherheitsbehörden den Kampf gegen den globalisierten Drogenhandel nehmen.
Ob mit Schnellbooten, Containern oder eben Halbtauchern: Der Drogenschmuggel bleibt ein Katz-und-Maus-Spiel auf hoher See. Doch diesmal hatte die Maus eindeutig das Nachsehen.

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