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Schengen für alle: Bulgarien und Rumänien dürfen endlich mitspielen

geralt (CC0), Pixabay
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Es scheint, als hätten Bulgarien und Rumänien das goldene Ticket für den Schengen-Raum gezogen – und das nach nur knapp zwölf Jahren Warten! Die EU-Botschafter haben offiziell den Weg freigemacht, um die Landgrenzen der beiden Länder ab dem 1. Januar 2025 endlich zu öffnen. „Die Vorbereitung ist abgeschlossen“, jubelte die ungarische Ratspräsidentschaft auf der Plattform X. Man könnte fast meinen, das sei ein Wunder, wenn man die Geschwindigkeit der EU kennt.
Österreichs „Blockade“ in der letzten Runde

Natürlich musste Österreich bis zuletzt den Spaß verderben. Als einziges Land hatte es die Vollaufnahme blockiert, bevor es offenbar bemerkte, dass der Zug – oder besser gesagt, das Flugzeug – ohnehin schon abgeflogen ist. Schließlich sind Bulgarien und Rumänien bereits seit März in „Air Schengen“. Was an den Luft- und Seegrenzen schon klappt, sollte an den Landgrenzen ja wohl keine Probleme machen – oder?
„Lang erwartete Entscheidung“

Der rumänische Präsident Klaus Iohannis konnte sich auf X kaum halten und sprach von einem „lang erwarteten Moment“. Das ist vermutlich eine höfliche Umschreibung für „Wir haben den Schengen-Kuchen gebacken, geschnitten und serviert, während wir jahrelang darauf warteten, auch ein Stück zu bekommen.“
Innenminister Karner mahnt zur Geduld

Innenminister Gerhard Karner (ÖVP) hingegen tritt weiter auf die Bremse und betont, dass die Entscheidung erst im Dezember fallen werde – als wäre nach der Zustimmung der Botschafter noch ein Plot-Twist in der Schengen-Seifenoper zu erwarten. Doch keine Sorge, Karner sieht die Abstimmung der Innenminister als „weiteren wichtigen Schritt“. Offenbar ist selbst das offensichtliche Ergebnis in der EU ein zweistufiges Verfahren.
Fazit: Ein Marathon, kein Sprint

Nach einem gefühlten Jahrzehnt der Wartezeit scheint es nun tatsächlich so weit zu sein. Ob Bulgarien und Rumänien das Schengen-Willkommensschild mit einem Lächeln oder mit einem Augenrollen betreten, bleibt abzuwarten. Zumindest dürfen sie jetzt endlich durch die „richtige Tür“ in Europa spazieren – ohne extra Kontrolle. Prost, Schengen!

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