Vor der nächsten Runde geplanter Friedensverhandlungen mit der Ukraine in Genf hat Russland deutlich gemacht, dass Gebietsfragen im Zentrum der Gespräche stehen sollen. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow erklärte in Moskau, territoriale Aspekte gehörten zu den Hauptthemen. Russland beansprucht neben der bereits 2014 annektierten Krim auch weite Teile der Ostukraine.
Nach Angaben aus Moskau fordert die russische Führung für einen möglichen Friedensschluss die vollständige Abtretung des Gebiets Donezk – einschließlich jener Regionen, die russische Truppen auch nach vier Jahren Krieg nicht vollständig kontrollieren. Die ukrainische Regierung lehnt einen solchen Rückzug weiterhin kategorisch ab.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj betonte unterdessen, für Kiew stünden Sicherheitsgarantien im Mittelpunkt möglicher Vereinbarungen. In seiner abendlichen Videobotschaft erklärte er, eine tragfähige Lösung könne es nur geben, wenn die Sicherheitsfrage geklärt werde.
Russland hatte im Februar 2022 auf Anordnung von Präsident Wladimir Putin eine groß angelegte Invasion der Ukraine begonnen. Die Schwarzmeerhalbinsel Krim steht bereits seit März 2014 unter russischer Kontrolle; die Annexion wird international überwiegend nicht anerkannt.
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