Mehrere russische Soldaten haben in einer BBC-Dokumentation schwere Vorwürfe gegen ihre eigenen Vorgesetzten erhoben. Vier Männer, die nach eigenen Angaben aus Russland geflohen sind, schildern brutale Zustände an der Front in der Ukraine – darunter gezielte Erschießungen von Soldaten, die Befehle verweigerten.
Zwei der Männer berichten, sie hätten mit eigenen Augen gesehen, wie Kameraden auf Befehl ihrer Kommandeure hingerichtet wurden. Einer der beteiligten Offiziere sei 2024 sogar als „Held Russlands“ ausgezeichnet worden.
„Ich stand nur zwei oder drei Meter entfernt – klick, klack, Schuss“, schildert ein Soldat. Ein anderer berichtet, sein Kommandeur habe vier Männer eigenhändig erschossen. Einer der Getöteten habe noch geschrien: „Nicht schießen, ich mache alles!“
Die Männer beschreiben sogenannte „Meat Storms“ – Frontalangriffe in Wellen, bei denen Soldaten in hoher Zahl und oft schlecht ausgerüstet auf ukrainische Stellungen geschickt würden. Ziel sei es, die Verteidiger durch schiere Masse zu zermürben.
„Erst drei Mann, dann nochmal drei, dann zehn, dann fünfzig“, sagt einer der Soldaten. „Irgendwann bricht man durch – das ist die Logik.“
Ein Regiment sei innerhalb von drei Tagen praktisch ausgelöscht worden. Nach Angaben des britischen Verteidigungsministeriums werden täglich zwischen 900 und 1.500 russische Soldaten getötet oder verwundet.
Wer sich weigerte, an solchen Angriffen teilzunehmen, sei brutal bestraft worden. Die Männer berichten von Elektroschocks, Schlägen, Nahrungsentzug und Demütigungen. Ein Soldat schildert, er sei an einen Baum gefesselt, geschlagen und vor versammelter Truppe erniedrigt worden.
Andere seien in Gruben eingesperrt und wie Tiere behandelt worden. Videoaufnahmen, die der BBC vorliegen, sollen entsprechende Szenen zeigen. Eine unabhängige Überprüfung war laut BBC nicht in allen Fällen möglich.
Die Soldaten sprechen von einem völligen Zusammenbruch von Recht und Ordnung an der Front. Der Begriff „Zeroing“ – militärischer Slang für die Erschießung eigener Leute – sei gängige Praxis.
Die russische Regierung weist die Vorwürfe zurück. Die Streitkräfte handelten „mit größtmöglicher Zurückhaltung“, etwaige Verstöße würden untersucht. Unabhängige Opferzahlen veröffentlicht Moskau nicht.
Die vier Männer berichten von schweren psychischen Folgen. Einer sagt: „Mein Verbrechen ist nur, dass ich nicht töten wollte.“ Ein anderer erklärt: „Sie können dort jeden brechen. Fast hätten sie auch mich gebrochen.“
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