Das Robert Koch-Institut (RKI) meldet einen deutlichen Anstieg von Chikungunya-Fällen auf der Karibikinsel Kuba. Nach Angaben des kubanischen Gesundheitsministeriums, auf die sich das RKI bezieht, verzeichnet das Land erstmals seit fünf Jahren wieder einen größeren Ausbruch der virusbedingten Tropenkrankheit.
Rückkehr eines Virus nach fünfjähriger Pause
Kuba galt in den vergangenen Jahren als weitgehend frei von Chikungunya-Infektionen. Nun jedoch berichten die Behörden von einer auffälligen Häufung von Erkrankungen, was sowohl die lokale Bevölkerung als auch internationale Reisende betrifft.
Chikungunya wird durch Stechmücken übertragen, vor allem durch die Aedes-Mücke, die auch Dengue- und Zika-Viren verbreitet.
Mehr als 179 Fälle in Deutschland – zahlreiche Reiserückkehrer betroffen
Auch in Deutschland macht sich der Ausbruch bemerkbar. Bis Anfang Dezember registrierten die Gesundheitsbehörden mehr als 179 Chikungunya-Fälle.
Laut RKI stehen über 30 dieser Infektionen im Zusammenhang mit einer Reise nach Kuba.
Das zeigt, dass der aktuelle Ausbruch nicht nur ein lokales, sondern auch ein zunehmendes importiertes Gesundheitsproblem darstellt. Reiserückkehrer können Symptome wie
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hohes Fieber,
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starke Gelenkschmerzen,
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Hautausschlag
mitbringen, die oft erst nach der Rückkehr auftreten.
Mückengebundene Erreger breiten sich global weiter aus
Der Ausbruch auf Kuba fügt sich in einen globalen Trend ein: Mückenübertragene Viren breiten sich durch veränderte Klimabedingungen, steigende Temperaturen und veränderte Niederschlagsmuster zunehmend auch in Regionen aus, die früher weniger betroffen waren.
Reiseexperten raten daher vermehrt zu konsequentem Mückenschutz in tropischen und subtropischen Gebieten.
Zwei Impfstoffe in der EU zugelassen
Ein wichtiger Fortschritt im Kampf gegen die Krankheit sind zwei in der Europäischen Union zugelassene Impfstoffe gegen Chikungunya. Sie stehen in Deutschland zur Verfügung und bieten besonders für Risikogruppen oder Vielreisende eine präventive Schutzoption. Das RKI empfiehlt Reisenden, sich frühzeitig über Impfungen und geeignete Schutzmaßnahmen zu informieren.
Fazit: Reisende sollten Wachsamkeit erhöhen
Der plötzliche Anstieg der Fallzahlen auf Kuba und die zunehmenden Importfälle in Deutschland zeigen, dass das Chikungunya-Virus weiterhin ein relevantes Gesundheitsrisiko darstellt.
Reisende sollten aktuelle Hinweise des Auswärtigen Amts und des RKI beachten sowie konsequent Mückenschutz betreiben.
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