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RFK Jr. zur Masern-Impfung: Unerwartete Kehrtwende des Impfkritikers

Tumisu (CC0), Pixabay
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In einer überraschenden Wendung hat Robert F. Kennedy Jr., derzeitiger US-Gesundheitsminister unter Präsident Trump und bekannt für seine impfkritische Haltung, öffentlich dazu aufgerufen, sich gegen Masern impfen zu lassen. Nach einem tödlichen Masernausbruch in Texas – der erste mit Todesfolge in den USA seit 2015 – sagte Kennedy gegenüber CBS News:

„Wir ermutigen die Menschen, sich gegen Masern impfen zu lassen.“

Zuvor hatte Kennedy sich in einem Post auf X (ehemals Twitter) lediglich zur Wirksamkeit der MMR-Impfung (Masern-Mumps-Röteln) geäußert, ohne aktiv zur Impfung aufzurufen – ein Schritt, der von Impfgegnern scharf kritisiert wurde.

Trotz seiner bisherigen Aussagen, die MMR-Impfung mit Autismus in Verbindung zu bringen, betonte Kennedy nun, er sei „für die Impfung, aber gegen eine Impfpflicht“. Sein Ziel sei es, die Bevölkerung mit „guter Wissenschaft“ zu informieren, sodass individuelle Entscheidungen getroffen werden könnten.

Aktueller Stand des Masernausbruchs in den USA (Stand: 3. April 2025):

  • 607 bestätigte Fälle in 22 US-Bundesstaaten

  • 2 Todesfälle in Texas – beide Kinder waren ungeimpft

  • Die CDC spricht von 6 aktiven Ausbrüchen in diesem Jahr (mind. 3 zusammenhängende Fälle)

  • Letztes Jahr (2024): 16 Ausbrüche

  • Masern gelten in den USA seit 2000 als eliminiert – durch hohe Impfraten (95 %)

Was bedeutet das politisch?

RFK Jr. steckt in einem Dilemma: Als Minister in Trumps Kabinett steht er für eine auf Eigenverantwortung ausgelegte Gesundheitsstrategie. Doch als oberster Gesundheitshüter muss er angesichts wachsender Krankheitsfälle nun öffentlich Verantwortung übernehmen. Sein Versuch, eine vermittelnde Position zu finden, stößt auf Kritik von beiden Seiten:

  • Impfgegner werfen ihm einen „Verrat“ an ihren Überzeugungen vor

  • Gesundheitsexperten bemängeln seine frühere Verharmlosung und Verschwörungstheorien

Fazit:

Kennedys Aussagen wirken wie ein politischer Spagat – zwischen wissenschaftlicher Vernunft, populistischer Rhetorik und der Angst vor weiterer öffentlicher Kritik. Ob seine neue Linie das Vertrauen der Bevölkerung stärkt – oder eher weiter verunsichert – bleibt offen.

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