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R. Kelly nach mutmaßlicher Überdosis im Krankenhaus – Anwälte sprechen von Mordkomplott

qimono (CC0), Pixabay
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Der inhaftierte Musiker R. Kelly (58) ist laut seinen Anwälten nach einer mutmaßlichen Überdosis Medikamente im Gefängnis ins Krankenhaus eingeliefert worden. Die Überdosis sei ihm von Gefängnispersonal verabreicht worden, so seine Anwälte in einem am 17. Juni eingereichten Gerichtsdokument.

Kelly, mit bürgerlichem Namen Robert Kelly, verbüßt derzeit eine 30-jährige Haftstrafe wegen Menschenhandels und sexuellen Missbrauchs im Bundesgefängnis FCI Butner.

Laut seiner Verteidigung wurde Kelly am 12. Juni ins Duke University Hospital eingeliefert, nachdem er in Einzelhaft „gegen seinen Willen“ Medikamente in Überdosis erhalten habe. Am Morgen des 13. Juni sei er ohnmächtig geworden und habe schwarze Flecken gesehen, bevor er zusammenbrach.

Verschwörung im Gefängnis?
Kellys Anwaltsteam behauptet, drei Gefängnisbeamte hätten einen Plan geschmiedet, ihn von einem Mitinsassen töten zu lassen – ein Vorwurf, den das Bureau of Prisons bislang nicht kommentiert hat.

Anwalt Beau Brindley erklärte: „Für alle, die bezweifeln, dass Beamte so weit gehen würden – jetzt gibt es keinen Zweifel mehr. Sie wollen R. Kelly tot sehen.“

Abbruch medizinischer Behandlung – trotz Lebensgefahr
Laut der Klageschrift wurde Kelly gegen ärztlichen Rat bereits nach zwei Tagen wieder aus dem Krankenhaus zurück in die Einzelzelle gebracht. Dabei habe er kurz vor einer Operation gestanden, um Blutgerinnsel in der Lunge zu behandeln – ein Eingriff, den das Krankenhaus als lebensnotwendig bezeichnet habe.

Kellys Anwälte fordern nun erneut ein Eingreifen von Ex-Präsident Donald Trump, um eine Begnadigung zu erreichen. „Die Gerichte handeln zu langsam. Trump könnte der Einzige sein, der Kellys Leben noch retten kann“, so Brindley.

Staatsanwaltschaft: „Theatralisch und manipulativ“
Die Bundesanwaltschaft wies die Vorwürfe entschieden zurück und nannte die Darstellung „fabulös“ und „eine Beleidigung der Opfer“. Kellys Anträge seien zudem formell unzulässig und entbehrten jeder rechtlichen Grundlage.

Kellys Strafe basiert auf Verurteilungen in New York (30 Jahre) und Chicago (20 Jahre). Ein Jahr davon muss er zusätzlich absitzen – damit droht ihm de facto eine lebenslange Haft.

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