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Provisionsabgabeverbot, warum sollte es bestehen bleiben?

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Eine hitzige Diskussion, die sich erneut anbahnt, denn der Gesetzgeber will das Provisionsabgabeverbot aufheben. Ein richtiger Schritt, der sich aber letztlich nur wirklich dort stellt, wo der Vermittler auf Provisionsbasis arbeitet. Dort, wo der Vermittler als festangestellter Außendienstmitarbeiter arbeitet, dort wird das sicherlich keine Rolle in der Beratung spielen. Gleiches gilt für den Bereich der Honorarberatung. Auch hier gibt es ja völlig andere Regelungen. Hier fließt die gesamte Provision ja zum Kunden hin, denn der bezahlt ja ein Beratungshonorar für die Beratung, die man ihm angedeihen lässt. Darüber hinaus gibt es aber noch eine ganze Menge selbständiger Berater, vor allem im Versicherungsbereich, die nur von der Provision leben. Die Frage ist aber, ob die Honorarberatung nicht irgendwann dann überall kommt. Dazu müsste der Gesetzgeber dann aber noch bestimmte Rahmenbedingungen schaffen, wie zum Beispiel eine Honorarordnung für Finanzberater und Versicherungsvermittler. Das fehlt derzeit noch völlig im Markt. Aber, wenn wir mal ehrlich sind, wird heute oft schon auf einen Teil der dem Vermittler zustehenden Provision verzichtet. Geben wir mal ein Beispiel dafür aus dem Finanzberatungsbereich so bekannt ist. Viele Kapitalanlageprodukte wurden in der Vergangenheit mit 14,9 % prospektiert. Im Prospekt waren dann 9,9 % angegeben und der Kunde musste zusätzlich ein Aufgeld bezahlen, wenn er das Produkt abschließen wollte. Genau dieses Aufgeld war dann oft genau das, worauf der Vertrieb verzichtet hat gegenüber dem Kunden, um den Kunden zu einem schnelleren Abschluss zu bewegen. Da kennen wir Hunderte von „Fällen“- aufgeregt hat sich darüber nicht wirklich jemand. Selbst wenn der Gesetzgeber das Provisionsverbot aufheben würde, ob das dann letztlich dramatische Folgen haben könnte, wäre dann herauszufinden. Das Ganze könnte sich aber auch als „Sturm im Wasserglas“ entpuppen. Natürlich wird es dann den einen oder anderen Vermittler geben, der genau damit wirbt, aber ob das dann wirklich was bringt, denn der Vermittler muss doch von irgendwas leben. Verzichtet er auf zu viel Provision, was letztlich sein Lohn für eine Dienstleistung ist, wovon soll er dann leben? Also ganz entspannt bleiben und auf sich zukommen lassen.

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