Startseite Allgemeines Pride Month unter Beschuss: Trumps Regierung sorgt mit Anti-LGBTQ+-Politik für Empörung
Allgemeines

Pride Month unter Beschuss: Trumps Regierung sorgt mit Anti-LGBTQ+-Politik für Empörung

Diversicat (CC0), Pixabay
Teilen

Während in der US-Hauptstadt das internationale Festival WorldPride mit Zehntausenden Teilnehmer:innen aus aller Welt gefeiert wird, setzt die US-Regierung unter Präsident Donald Trump ein deutliches politisches Gegensignal: Mit einer Reihe umstrittener Maßnahmen sorgt sie zum Beginn des Pride Month für massive Kritik aus der LGBTQ+-Community und darüber hinaus.

Von Namensstreichung bis Parkverbot: Symbolische Angriffe auf Sichtbarkeit

Das Verteidigungsministerium kündigte an, ein Marineschiff umzubenennen, das ursprünglich nach Harvey Milk – einem der ersten offen schwulen US-Politiker – benannt wurde. Der National Park Service versuchte, den symbolträchtigen Dupont Circle in einem LGBTQ+-geprägten Viertel während des Pride-Wochenendes zu sperren. Und das FBI forderte öffentlich Hinweise auf medizinisches Fachpersonal, das geschlechtsangleichende Behandlungen bei Jugendlichen anbietet.

Diese symbolischen Handlungen fügen sich in eine größere politische Strategie: Die Bundesregierung erklärte den Juni kurzerhand nicht mehr zum „Pride Month“, sondern zum „Title IX Month“, mit Fokus auf biologische Geschlechterunterschiede. Transrechte? Fehlanzeige.

Transfeindliche Politik – jetzt auch mit Strafandrohung

Besonders heftig trifft es trans Jugendliche: Nach einem Sportwettbewerb in Kalifornien, bei dem eine trans Schülerin erfolgreich teilnahm, drohte Trump dem Bundesstaat mit hohen Geldstrafen. Das Justizministerium folgte prompt mit juristischen Drohungen.

Zudem postete das FBI auf X (ehemals Twitter) einen Aufruf, medizinisches Personal zu melden, das Jugendlichen geschlechtsangleichende Behandlungen anbietet. Kritiker:innen sprechen von einer Hexenjagd auf Ärzt:innen und Eltern, die trans Jugendlichen helfen wollen, ihre Identität zu leben.

Historischer Rückschritt mit Folgen

Laut einer Analyse des Williams Institute führen solche repressiven Maßnahmen zu einem Anstieg psychischer Belastungen, Depressionen und Suizidgedanken bei LGBTQ+-Jugendlichen. Besonders trans Schüler:innen werden durch Trumps Politik aus Schulaktivitäten gedrängt – sie verlieren den Zugang zu Sport, Toiletten, Anerkennung ihrer Namen und Pronomen.

„Das ist gezieltes Mobbing“

Cathy Renna vom National LGBTQ Task Force Action Fund bringt es auf den Punkt: „Die Regierung betreibt gezieltes Mobbing. Aber es wird uns nicht aufhalten – im Gegenteil: Es wird uns sichtbarer und lauter machen.“ Viele Pride-Veranstalter:innen in den USA sehen die Entwicklungen als Weckruf zur Verteidigung der hart erkämpften Rechte.

Was die Geschichte lehrt

Der Historiker John D’Emilio erinnert daran, dass die LGBTQ+-Community schon öfter unter Beschuss stand: im Kalten Krieg, während der AIDS-Krise in den 1980ern und unter dem „Don’t Ask, Don’t Tell“-Gesetz der 1990er. Aber immer habe es Gegenwehr gegeben: „Feindselige Politik hat die Community stets mobilisiert – und das wird auch diesmal so sein.“

Fazit: Sichtbarkeit ist Widerstand

Während Präsident Trump politische Rückschritte feiert, sendet WorldPride aus der Hauptstadt ein anderes Signal: Wir sind hier. Wir sind laut. Und wir gehen nicht wieder in den Schrank zurück. 🌈

Kommentar hinterlassen

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kategorien

Ähnliche Beiträge
Allgemeines

Nick Reiner wegen Mordes an seinen Eltern Rob und Michele Reiner angeklagt – Anwalt spricht von „verheerender Tragödie“

Nach dem schockierenden Doppelmord an dem bekannten Regisseur Rob Reiner und seiner...

Allgemeines

FBI-Vizedirektor Dan Bongino kündigt Rücktritt an – Rückkehr ins Mediengeschäft erwartet

Dan Bongino, stellvertretender Direktor des FBI, hat seinen Rücktritt für Januar 2026...

Allgemeines

Jeffrey-Epstein-Files: Neue Enthüllungen, alte Fragen – USA veröffentlicht weitere Dokumente

Sechs Jahre nach dem Tod des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein reißt die...

Allgemeines

FBI veröffentlicht neues Video nach tödlicher Schießerei an US-Eliteuni – Täter weiter flüchtig

Fünf Tage nach der tödlichen Schießerei an der renommierten Brown University in...