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Portland – Hölle auf Erden (laut Trump), Einhornparade (laut Realität)

diego_torres (CC0), Pixabay
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Willkommen in Portland, Oregon – laut Donald Trump eine „kriegsverwüstete Hölle voller Anarchisten“. Laut allen anderen: eine Stadt mit veganer Streetfood-Szene, Bio-Baumarkt und gelegentlichen Frosch-Demos gegen autoritäre Tendenzen.

Nachdem der Präsident versuchte, seine Lieblingslösung für alles – die Nationalgarde – auch nach Portland zu schicken, setzte eine von ihm selbst ernannte Richterin dem Vorhaben ein Ende. Begründung: Kein Aufstand weit und breit, nur kostümierte Bürger mit klarer Meinung und Einhornmaske.

Frogs against Fascism

Seit Monaten protestieren die Menschen in Portland – gegen ICE-Razzien, Nationalgarde-Pläne und, na ja, gegen alles, was irgendwie nach Trump aussieht. Und das nicht etwa in schwarzem Hoodie, sondern gerne auch als Dinosaurier, Nilpferd oder tanzender Frosch mit Hüftschwung.

Besonders viral: Ein Mann im aufblasbaren Froschkostüm, der sich tänzelnd vor bewaffnete ICE-Beamte stellte. Seitdem heißt es in Portland: „Frogs together strong“ – eine Art grüner Widerstand mit Humor und Latex. Die Gruppe „Operation Inflation“ verteilt inzwischen kostenlos Kostüme. Revolution in XL mit Gebläse.

Trump sieht überall Mad Max

Trump hingegen sieht in Portland ein dystopisches Endzeitszenario à la The Purge. Nach dem Motto: Wenn es kein Chaos gibt, erfinde eins. Chicago sei eine Todesfalle, L.A. ein Mülldepot, und Portland – offensichtlich Mordor.

Dass Portland tatsächlich eher ein skandinavisch angehauchtes Urbanisten-Paradies mit Recycling-Pflicht und Yoga am Flussufer ist? Egal. Fakten sind für Amateure.

Einhorn vs. Exekutive

Kritik an der Regierung? „Terror!“ Aufblasbare Proteste? „Gefährlich!“ Paintball? „Angriff auf den Staat!“ Beamte vor Ort berichten von Feuerwerk, Macheten, möglicherweise sogar scharfer Guacamole. Bürgermeister Wilson kontert: „Wenn hier jemand eskaliert, dann eure Sicherheitskräfte mit Tränengas und schlechter Laune.“

Baum-Umarmung statt Bürgerkrieg

Portland hat seine Probleme – Obdachlosigkeit, steigende Mieten, zu viele Leute, die wissen, wo ihr Kaffee herkommt. Aber statt zu eskalieren, setzen die Menschen dort lieber auf Bürgerbeteiligung, Biodiversität und legale Marihuana-Produkte.

Ob Trump seine 200 Soldaten je losschicken darf? Fraglich. Aber vielleicht schicken die Protestierenden einfach ein paar extra Frösche vorbei – zur Deeskalation in Kuscheloptik.

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