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Ostsee-Kabel erneut beschädigt – Meeresboden entwickelt wohl spontane Materialermüdung

Wolfgang-1958 (CC0), Pixabay
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Es ist mal wieder passiert: Ein weiteres Datenkabel auf dem Meeresgrund der Ostsee hat den Geist aufgegeben. Diesmal hat es ein Glasfaserkabel erwischt, das die lettische Hafenstadt Ventspils mit der schwedischen Insel Gotland verbindet.

Der Betreiber, das lettische Rundfunk- und Fernsehzentrums, zeigte sich wenig begeistert: Schließlich haben sie das Kabel nicht zum Spaß verlegt – sondern, um Dinge wie Internet und Kommunikation am Laufen zu halten. Eine Kleinigkeit, auf die moderne Gesellschaften ja doch ein wenig angewiesen sind.

Bei einer Pressekonferenz in Riga gab es dann auch erste Erklärungsversuche: Der Schaden sei offenbar durch „äußere Einwirkungen“ entstanden. Was so viel heißt wie: Nein, das Kabel hat sich nicht aus Langeweile selbst zerlegt.

Sabotage oder maritime Tollpatschigkeit?

Natürlich ist jetzt wieder die große Frage: Wer oder was hat das Kabel auf dem Gewissen?

🌊 Theorie 1: Ein besonders schlecht gelaunter Fischschwarm mit Hang zur Kabelzerstörung.
Theorie 2: Ein Frachter mit extrem schlechten Navigationsfähigkeiten.
🕵️ Theorie 3: Die russische Schattenflotte, die in den letzten Wochen verdächtig oft in der Gegend unterwegs war und scheinbar eine Vorliebe dafür entwickelt hat, ihre Anker zufällig über Unterseekabel zu werfen.

Da so viele Zufälle selten vorkommen, wird der Vorfall nun mit NATO-Beteiligung untersucht. Denn in den vergangenen Wochen kam es bereits mehrfach zu ähnlichen Zwischenfällen – immer schön verteilt auf kritische Infrastruktur. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.

Was passiert jetzt?

Während Taucher und Techniker versuchen, das Kabel wieder in Gang zu bringen, wird auf politischer Ebene eifrig spekuliert, diskutiert und analysiert. Schließlich kann es nicht sein, dass die Ostsee bald mehr defekte Glasfaserkabel als Fische hat.

Bleibt nur zu hoffen, dass sich der Trend nicht fortsetzt. Sonst müssen wir uns bald darauf einstellen, dass das Internet plötzlich nicht mehr funktioniert – und dann wäre das wahre Chaos vorprogrammiert. Denn seien wir ehrlich: Ohne Internet wäre der Schaden noch größer als bei jedem Sabotageakt.

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