Es klingt wie ein Pixar-Drehbuch, ist aber bittere Realität: Ein leuchtend orangefarbener Hummer hat im letzten Moment dem Kochtopf entkommen können – dank eines wachen Kundenblicks und einer NGO mit Hollywood-Faible.
Ein leuchtendes Wunder im Kühlregal
Alles begann an einem ganz normalen Tag im örtlichen Supermarkt von Rochester. Zwischen Discount-Ciabatta und tiefgefrorenen Chicken Wings entdeckte ein Kunde im Hummerbecken plötzlich: Jean-Clawd Van Dam, einen orangefarbenen Krustentier-Rebellen mit der Strahlkraft einer Verkehrsleitkegel und dem Mut eines Actionstars.
„Ich dachte zuerst, das Ding sei aus Plastik“, sagte der aufmerksame Käufer gegenüber lokalen Medien. „Dann bewegte es sich. Und da wusste ich: Entweder ich bin irre, oder dieser Hummer ist echt.“
Vom Sonderangebot zur Sensation
Statt auf dem Teller landete der Starhummer bei Humane Long Island, einer Tierschutzorganisation mit einem Herz für Krustentiere und einem Händchen für Marketing. Man taufte ihn kurzerhand Jean-Clawd Van Dam – vermutlich weil „Crustacean Statham“ schon vergeben war – und fuhr ihn eigenhändig zurück ans Meer.
Das Ganze geschah übrigens exakt einen Tag vor dem National Lobster Day, was nicht nur Zufall, sondern vermutlich göttliches Timing war. Wenn Hummer beten könnten, würden sie es vermutlich so machen.
1 zu 30 Millionen – und trotzdem im Supermarkt
Orangefarbene Hummer sind unfassbar selten – ungefähr so wahrscheinlich wie ein ehrliches Wahlversprechen oder ein funktionierendes Flughafenbauprojekt in Deutschland. Laut Statistik ist einer von 30 Millionen Hummern so leuchtend orange. Dass ausgerechnet dieser im Discounter landete und nicht in einem Kuriositätenaquarium oder auf einem weißen Teller in Manhattan, grenzt an ein Wunder.
Noch unwahrscheinlicher: Dass jemand sagt „Oh, der sieht lecker aus“ – und dann beschließt, ihn stattdessen zu retten. Normalerweise endet diese Geschichte mit Kräuterbutter, nicht mit einem Happy End im Ozean.
Schön bunt ist nicht gleich geschützt
Dass der orangene Hummer nicht gekocht, sondern gefeiert wurde, ist allerdings eher die Ausnahme. Laut Humane Long Island enden auch farbige Hummer meist als Deko-Objekt oder Show-Snack. Und das, obwohl sie zu den wenigen Meerestieren gehören, die sowohl Farben tragen als auch Emotionen empfinden können.
Ja, du hast richtig gelesen: Hummer sind schlau, sensibel und können bis zu 100 Jahre alt werden. Also quasi die Schildkröten des Dinnerbuffets – nur mit Scheren.
Die Hummer-Fakten, die dir den Appetit verderben könnten:
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Orange: 1 zu 30 Mio.
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Blau: 1 zu 2 Mio. (Avatar lässt grüßen)
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Gelb: Fast noch seltener (vermutlich Pikachu-Hybriden)
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Albino/Kristallhummer: 1 zu 100 Mio. – und die einzigen, die im Kochtopf nicht rot werden. (Praktisch, wenn man heimlich kocht.)
Fazit: Ein Schalentier mit Starpotenzial
Jean-Clawd ist nicht nur ein Hummer. Er ist ein Symbol. Für Überlebenswillen, für unerwartete Schönheit – und für die stille Hoffnung, dass irgendwo zwischen Tiefkühlpizza und Dosenmais vielleicht doch noch jemand den Unterschied zwischen Abendessen und Lebewesen erkennt.
Moral der Geschichte:
Wenn du das nächste Mal an einem Hummerbecken vorbeigehst – schau genau hin. Vielleicht schwimmt da nicht dein Abendessen, sondern der nächste Meeres-Superheld. Und wenn er orange ist, nenn ihn nicht „Zufall“. Nenn ihn Jean-Clawd Van Dam.
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