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OpenAI rudert zurück: Kein Staatsgeld für Chip-Milliarden – sagt das Unternehmen jetzt

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OpenAI, das Unternehmen hinter ChatGPT, sah sich am Donnerstag zu einer regelrechten Krisenkommunikation gezwungen. Grund war eine öffentliche Aussage von Sarah Friar, der Finanzchefin des Konzerns, die für heftige Kritik sorgte – und viele Fragen zu den Milliardeninvestitionen von OpenAI aufwarf.

Was war passiert?

Am Mittwoch äußerte sich CFO Sarah Friar auf einem Event des Wall Street Journal zur Finanzierung von OpenAIs ambitionierten Ausbauplänen. Sie sprach davon, dass die US-Regierung als „Rückversicherung“ (Backstop) für Kredite einspringen könnte, die OpenAI für den Kauf von Chips und den Aufbau von Rechenzentren aufnimmt – insgesamt geht es um über 1,4 Billionen US-Dollar an Investitionen.

Diese Äußerung wurde so verstanden, als wolle OpenAI im Zweifel Steuergelder zur Absicherung privater Risiken einsetzen. Die Vorstellung, dass der Staat einspringen soll, wenn das Unternehmen seine Verpflichtungen nicht erfüllen kann, stieß besonders deshalb auf Kritik, weil OpenAI ein auf 500 Milliarden US-Dollar geschätztes Privatunternehmen ist – und somit Gewinne nicht der Allgemeinheit zugutekommen würden.

Der Shitstorm und das Zurückrudern

Am Donnerstag versuchte Friar, die Wogen zu glätten. In einem LinkedIn-Post schrieb sie, OpenAI wolle keinen staatlichen Garantiefonds für seine Infrastrukturpläne. Man wünsche sich lediglich eine „Zusammenarbeit von Regierung und Privatwirtschaft“, um die USA als führende KI-Nation zu stärken.

Doch das sorgte eher für mehr Verwirrung. Kritiker sahen darin einen taktischen Rückzieher angesichts wachsender Skepsis gegenüber OpenAIs Finanzierungsstrategie.

Auch CEO Sam Altman meldet sich

Noch am selben Tag versuchte OpenAI-Chef Sam Altman, die Situation zu entschärfen. In einem Post auf X (ehemals Twitter) stellte er klar:

„Wir haben keine staatlichen Garantien – und wir wollen auch keine.“

Er erklärte, OpenAI erwarte für dieses Jahr einen Umsatz von 20 Milliarden Dollar und strebe bis 2030 Umsätze im dreistelligen Milliardenbereich an. Sollte OpenAI scheitern, so Altman, sei das eben Teil des kapitalistischen Wettbewerbs: „Wenn wir Mist bauen, müssen wir scheitern – so funktioniert der Markt.“

Trumps Haltung: Kein Geld für KI-Rettung

US-Präsident Donald Trump hat sich klar positioniert: Kein „KI-Bailout“ vom Staat. Sein „KI-Chef“ David Sacks schrieb am Donnerstag auf X: „Wenn ein KI-Unternehmen scheitert, wird ein anderes seinen Platz einnehmen.“

Gleichzeitig unterstützt die Trump-Regierung den Bau neuer Rechenzentren und Chipfabriken – allerdings ohne direkte Hilfe für einzelne Firmen wie OpenAI.

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