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Ölpreise fallen – während Trump Iran mit „Feuer und Zorn“ droht

Moni49 (CC0), Pixabay
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Die weltweiten Ölpreise sind am Dienstag im frühen Handel in Asien wieder gesunken, nachdem sie am Montag zeitweise auf fast 120 Dollar pro Barrel gestiegen waren. Auslöser für den Rückgang waren Aussagen von US-Präsident Donald Trump, der erklärte, der Krieg gegen den Iran könne „ziemlich schnell“ beendet werden.

Gleichzeitig verschärfte Trump jedoch seine Drohungen gegen Teheran. Sollte der Iran versuchen, den Schiffsverkehr in der Straße von Hormus zu blockieren, werde die USA „zwanzigmal härter“ zurückschlagen. Rund 20 Prozent des weltweit gehandelten Erdöls passieren diese strategisch wichtige Meerenge.

Trump warnte in einer Online-Erklärung, dass im Fall einer Blockade „Tod, Feuer und Zorn“ über den Iran kommen könnten. Dennoch äußerte er die Hoffnung, dass eine solche Eskalation vermieden werden könne.

Iran widerspricht – und droht ebenfalls

Die Iranischen Revolutionsgarden reagierten umgehend auf Trumps Aussagen. Sie erklärten, nicht die USA, sondern der Iran werde entscheiden, wann der Krieg ende. Gleichzeitig drohte Teheran, den Ölexport aus der gesamten Region zu stoppen, falls die Angriffe der USA und Israels fortgesetzt würden.

Zehn Tage Krieg – Konflikt weitet sich aus

Zehn Tage nach Beginn der militärischen Auseinandersetzung hat sich der Konflikt bereits auf mehrere Länder im Nahen Osten ausgeweitet. Neben Kämpfen im Iran wurden auch Angriffe und Opfer in Bahrain, den Vereinigten Arabischen Emiraten und im Libanon gemeldet.

In Libanon sind nach Regierungsangaben bereits etwa 700.000 Menschen vertrieben worden, nachdem Israel mehrere Vororte der Hauptstadt Beirut bombardiert hatte.

Neuer iranischer Führer im Fokus

Nach dem Tod von Ajatollah Ali Chamenei bei den ersten Angriffen wurde sein Sohn Modschtaba Chamenei zum neuen geistlichen Oberhaupt des Iran ernannt. Der 56-jährige übernimmt die Führung in einer äußerst angespannten Situation.

Trump stellte bereits öffentlich infrage, wie lange Chamenei im Amt bleiben werde. Auch Israel betrachtet ihn als mögliches Ziel.

Humanitäre Visa für iranische Fußballerinnen

Parallel dazu sorgte auch die iranische Frauenfußball-Nationalmannschaft, die beim Asien-Cup in Australien spielte, für Aufmerksamkeit. Fünf Spielerinnen erhielten humanitäre Visa, um vorerst im Land bleiben zu können.

Der Mannschaftsbus wurde beim Verlassen des Hotels von Protesten begleitet. Aktivisten riefen „Save Our Girls“, einige legten sich sogar vor das Fahrzeug, bevor die Polizei den Weg zum Flughafen freimachte.

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