Der dänische Pharmakonzern Novo Nordisk hat sich mit dem US-Telemedizinanbieter Hims & Hers Health auf eine Zusammenarbeit geeinigt. Damit endet ein Rechtsstreit zwischen den beiden Unternehmen über den Vertrieb von Medikamenten zur Gewichtsreduktion.
Künftig wird Hims über seine Plattform die bekannten Präparate Wegovy und Ozempic von Novo Nordisk anbieten. Dazu gehören sowohl die Injektionen als auch die neue Wegovy-Tablette. Die Medikamente sollen zu den von Novo Nordisk festgelegten Selbstzahlerpreisen verkauft werden.
Der Konflikt war erst im Februar entstanden. Novo Nordisk hatte Hims verklagt, nachdem das Unternehmen kurzzeitig nachgeahmte, sogenannte „compounded“ Versionen der Wegovy-Tablette sowie anderer GLP-1-Medikamente angeboten hatte. Diese individuell hergestellten Varianten waren nicht von der US-Arzneimittelbehörde FDA zugelassen. Auch die FDA hatte rechtliche Schritte gegen den Verkauf solcher Produkte geprüft.
Im Rahmen der neuen Vereinbarung verpflichtet sich Hims, nicht mehr aktiv für solche nachgemischten GLP-1-Präparate zu werben. Sie dürfen nur noch in Ausnahmefällen angeboten werden, wenn Ärzte dies medizinisch für notwendig halten. Solche Sonderanfertigungen sind laut FDA-Regeln zulässig, etwa wenn spezielle Dosierungen benötigt werden, die bei zugelassenen Medikamenten nicht verfügbar sind.
Die Nachricht über die Einigung sorgte an der Börse für Auftrieb: Die Aktie von Hims legte um mehr als 40 Prozent zu.
Der Markt für Medikamente zur Gewichtsreduktion wächst derzeit stark, ist aber auch hart umkämpft. Novo Nordisk steht dabei besonders im Wettbewerb mit dem US-Konzern Eli Lilly, der in diesem Bereich ebenfalls sehr erfolgreich ist.
Um seine Position zu stärken, hat Novo Nordisk die Preise für seine Abnehmpräparate in den USA zuletzt deutlich gesenkt. Statt rund 1.000 Dollar pro Monat kosten die Medikamente über die firmeneigenen Plattformen inzwischen zwischen 149 und 299 Dollar.
Nach Angaben des Unternehmens wurden von der Wegovy-Tablette in den ersten zwei Monaten nach ihrer Einführung bereits mehr als 600.000 Rezepte ausgestellt. Kooperationen mit Telemedizin-Plattformen wie Hims sollen dazu beitragen, den Zugang für Patienten weiter zu erleichtern.
Im Zuge der Einigung zieht Novo Nordisk seine Patentklage gegen Hims vorerst zurück, behält sich jedoch das Recht vor, sie bei Bedarf erneut einzureichen.
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