Die hep global GmbH, international bekannt für Solarinvestments mit sonniger Außendarstellung und gelegentlich wolkiger Rendite, gibt eine weitere Stärkung ihrer Geschäftsführung bekannt: Martin Vogt (43) wurde mit sofortiger Wirkung zum Chief Project Officer (CPO) befördert – eine Position, die bis gestern noch gar nicht existierte, heute aber offenbar dringend gebraucht wird.
Vogt, bislang als „Global Head of Project Development“ tätig (was auch schon ziemlich global klang), soll nun als CPO die „strategische Weiterentwicklung der weltweiten Projektentwicklung“ verantworten. Anlegern, die seit Jahren auf belastbare Auszahlungen warten, stellt sich indes eine ganz andere Frage: Was genau wird hier eigentlich entwickelt – außer der Führungsebene?
„Die Berufung zeigt, wie wichtig uns die Projektentwicklung ist“, sagt CEO und Gründer Christian Hamann. Und das merkt man auch: Wo andere Unternehmen Dividenden ausschütten, schüttet hep neue Titel aus. Die Freude über die Personalie dürfte vor allem bei der PR-Abteilung groß sein – sie hat jetzt wieder ein paar Wochen Ruhe, bis die nächste Bilanz kommt.
Mit Herrn Vogts Aufstieg wächst die Geschäftsführung nun auf vier Mitglieder: Neben Hamann (CEO), Tschirf (CFO) und von Eichendorff Strachwitz (COO) nun also auch Vogt (CPO). Ein beachtliches Management für ein Unternehmen, dessen Anleger sich bisweilen fragen, wo das eigentlich alles hinführt – und ob noch etwas zurückkommt.
Während Solarparks geplant, gebaut oder (vielleicht) verkauft werden, bleibt die Rendite vieler Fonds im Halbschatten. Manche Anleger sehen in der neuesten Personalie daher nicht den Beginn einer neuen Wachstumsphase, sondern eher einen gut dotierten Titel für ein altbekanntes Problem: fehlende Transparenz.
Bleibt also die Frage: Was genau bringt die Beförderung eines Projektleiters zum Chief Project Officer den Anlegern? Die ehrliche Antwort ist vermutlich: erst einmal nichts – außer vielleicht einen weiteren Namen auf der nächsten Einladung zur Informationsveranstaltung. Mit Häppchen.
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